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Accompagnement, Obligates
Gestaltungsprinzip der Wiener Klassik für die Begleitung. Aufgrund der neuen Funktion des herkömmlichen Stimmensatzes erhielten die einzelnen Stimmen um die Mitte des 18. Jh.s durch die Loslösung vom Basso continuo (Generalbass) mehr Freiheit und Beweglichkeit – nicht nur die Außenstimmen, sondern v. a. auch die bis dahin improvisierten, nun komponierten (obligaten) Mittelstimmen; Vorläufer dieser Entwicklung können in den freipolyphonen Suitensätzen bei H. I. F. Biber und J. H. Schmelzer gesehen werden. Für G. Adler, der diesen Terminus prägte, ist das o. A. der Motor in der Entwicklung einer selbständig ausgebildeten (Klavier-)Begleitung und zählt zu den Stilmerkmalen der Wiener Klassik. V. a. im (deutschen) Klavierlied des 18. Jh.s ist die Entwicklung vom Basso continuo zum o. A. gut nachvollziehbar.
Literatur
MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Accompagnement, Obligates‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/05/2001]