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Aigner, Aigner, true Josef
* 1809-03-1515.3.1809 Gasteig b. Sterzing (Vipiteno/I), † 1887-01-022.1.1887 Meran (Merano/I). Orgelbauer und Organist. Seit 1841 in Schwaz/T ansässig. Bis Mitte der 1850er Jahre hatte er zwei bis drei Gesellen; später nur noch einen: Thomas Kirchmair (* 1825 Schwaz, † 1889 Marling/Südtirol). Er fertigte seine Orgeln in der Regel am Aufstellungsort, wo er auch die Platten für die Herstellung der Metallpfeifen goss. Die Orgeln A.s, der auch als guter Organist gerühmt wurde, sind in technischer Hinsicht vorzüglich geplant und ausgeführt. Einige seiner Instrumente baute er mit Rück- bzw. Brüstungspositiv. In der Prospektgestaltung ging er vom Klassizismus aus; später pflegte er Neugotik und Mischstile.
Werke
ca. 75 Neubauten beiderseits des Alpenhauptkamms, u. a.: Schwaz, Franziskanerkirche, 1843; Landeck, 1844/45; Sautens im Ötztal, 1846; Zirl, 1851/52; Brixen, St. Michael, 1858; Marienberg, Benediktinerabtei, 1865/66; Meran, St. Nikolaus, 1867; Weerberg, 1869/70; Fiecht, Benediktinerabtei, 1871 (s. Abb.); Tisens, 1872/73; Lana, Pfarrkirche Niederlana, 1875; Achenkirch, 1877/78; Müstair/Graubünden, Klosterkirche, 1878; Schlanders, Pfarrkirche, 1881.
Literatur
MGG 1 (1999); A. Reichling, Orgellandschaft Südtirol 1982; A. Reichling in Veröff. d. Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum 78 (1998).

Autor(en)
Alfred Reichling
Empfohlene Zitierweise
Alfred Reichling, Art. „Aigner, Josef‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 11/09/2001]