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Alexander, Alexander, true Peter (eig. P. A. Ferdinand Maximilian Neumayer)
* 1926-06-3030.6.1926 Wien, † 2011-02-1212.2.2011 Wien. Schauspieler, Sänger und Entertainer. Nach seiner Ausbildung am Wiener  Reinhardt-Seminar (Reifezeugnis 1948) verfolgte A. zunächst eine Karriere aus Schauspieler, nach dem Besuch eines Konzertes von Frank Sinatra 1950 plante er jedoch eine Karriere als Sänger. Erstes Engagement am Wiener Bürgertheater, wo er anfangs nur Chargenrollen erhielt, bis er im Jänner 1949 in der Operette Die Walzerkönigin (M: Ludwig Schmidseder, T: H. Marischka) für einige Vorstellungen den ersten Darsteller der Buffopartie ersetzen konnte. Hier hörte ihn angeblich G. Bronner und engagierte ihn als Parodist und Sänger für seine Marietta-Bar. Anfang 1951 spielte A. auch im Kabarett Simplicissimus in der Revue Kolumbus entdeckt Österreich von K. Farkas und H. Wiener. Im selben Jahr von G. Mendelson als Schlagersänger entdeckt, nahm er mehrere Titel für die Austrophon auf, erfolgreich war nur Das machen nur die Beine von Dolores (M: Michael Jary, T: Bruno Balz). Darüber hinaus war er außerdem Teil des Gesangstrios Die Optimisten (neben E. Bieler und E. Halletz). 1955 wechselte er zu Polydor, wo er nicht nur Schlager, sondern auch Operettenquerschnitte aufnahm, später zu Ariola. 1952–72 wirkte A. in 44 Kinofilmen mit (u. a. Im weißen Rößl 1960, Die Abenteuer des Grafen Bobby und Saison in Salzburg 1961, Die Fledermaus 1962, Charleys Tante), es folgten zahlreiche Fernsehauftritte und 1963–96 auch eigene Fernsehshows, in denen er u. a. auch sein Talent als Imitator zeigte. Als Sänger setzte sich A. besonders für die Verbreitung des Wienerliedes ein. Er ist auch als Schlagerkomponist hervorgetreten und unternahm zahlreiche Tourneen im deutschsprachigen Raum. 1952 heiratete er die Schauspielerin Hildegarde Haagen (1922–2003), die seine Managerin wurde.
Gedenkstätten
P.-A.-Platz (Wien XIX); P. A. Steg in Pörtschach (Anlegestelle Wörtherseeschifffahrt, s. Abb.); Figur im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in Wien.
Ehrungen
zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Schallplatten-Preise; Lieber Augustin der Stadt Wien 1968; Goldener Rathausmann 1970; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 1971 (s. Abb.); Ehrenring der Stadt Wien 1984; Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1985; Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 1985.
Werke
Schlager, u. a. Wenn’s Wien nicht gäbe; Bleib wie du bist; Marinka.
Literatur
Who is who in Öst. 1997; Lang 1986; Cl. Honsal, P. A. „Das Leben ist lebenswert.“ 2006; M. Wenk/B. Löhr, P. A. „Das tat ich alles aus Liebe…“ 2006; M. Kornberger in St. Schmidl (Hg.), Die Künste der Nachkriegszeit 2013; ÖL 1996; https://de.wikipedia.org (8/2016); http://www.peteralexander.de/ (8/2016); http://www.sra.at (12/2011); eigene Recherchen.

Autor(en)
Uwe Harten
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten/Monika Kornberger, Art. „Alexander, Peter (eig. P. A. Ferdinand Maximilian Neumayer)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/05/2001]

MEDIEN
Peter Alexander mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 1971© Bildarchiv Austria, ÖNB
Peter Alexander mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 1971  © Bildarchiv Austria, ÖNB
Peter Alexander Steg in Pörtschach
Peter Alexander Steg in Pörtschach

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