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Amadeus Austrian Music Award
Wichtigster österreichischer Musikpreis. Er wird seit 2000 in verschiedenen Kategorien verliehen. Nominierungskriterien sind (Stand 2016): Lebensmittelpunkt in Österreich und/oder österreichische Staatsbürgerschaft, der/die Künstler/in muss im abgelaufenen Jahr eine Veröffentlichung oder entsprechende Verkaufserfolge in Österreich vorweisen. Die Ermittlung der Preisträger/innen (2009 reformiert) erfolgt in den einzelnen Kategorien nach unterschiedlichen Kriterien, in den meisten spielen derzeit jedoch Verkaufszahlen, Fachjurywertung und Publikumsvoting eine Rolle. Die Ermittlung des Songwriter-Awards erfolgt in Kooperation mit der AKM und dem Österreichischen Komponistenbund, der Tonstudio-Award wird vom Fachverband der Film- und Musikindustrie der Wirtschaftskammer Österreich ermittelt, den Preisträger für ein Lebenswerk wählt der Veranstalter aus, den FM4-Award vergibt der Radiosender FM4.

Der A. A. M. A. wurde vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria) ins Leben gerufen, der auch als Veranstalter auftritt. Die jährliche (2011 fand keine Verleihung des A. A. M. A. statt) Verleihungsveranstaltung (Award Show, seit 2012 im Wiener Volkstheater) gilt mittlerweile als ein Höhepunkt im österreichischen Musikleben und wird auch im Fernsehen übertragen.

Die Zahl der Preiskategorien schwankte im Lauf der Zeit erheblich, bis 2008 gab es auch solche für internationale Künstler (Sieger z. B. Lenny Kravitz 2000, Anastacia 2001). Klassik-Kategorien gab es nur 2000–03, wogegen der Schlager 2000–14 und wieder seit 2016 berücksichtigt wird. 2000/01 gab es die Kategorie „Volkstümlicher Schlager“, die 2009–14 als „Volkstümliche Musik“ eine Wiederauferstehung feierte und seit 2016 wieder – nun jedoch als „Volksmusik“ – im Verleihungsraster aufscheint. Ein Jazz-/Blues-Preis wird seit 2000 vergeben, ebenso der Lebenswerk-A. A. M. A. Den FM4-Award gibt es seit 2001. Derzeit (2016) wird der A. A. M. A. in zehn allgemeinen Kategorien und acht Genrekategorien vergeben. Erfolgreichste Künstlerin ist Ch. Stürmer (12 Siege, 18 Nominierungen), bei den Herren liegen P. Stelar (sieben Siege) und A. Gabalier (sechs Siege, 22 Nominierungen) an der Spitze. Am häufigsten posthum ausgezeichneter bzw. nominierter Künstler ist Falco (vier Siege, sieben Nominierungen).


Literatur
https://de.wikipedia.org (8/2016); www.amadeusawards.at (8/2016); eigene Recherchen.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Amadeus Austrian Music Award‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 12/09/2016]