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Arpeggione
Streichinstrument. War zu seiner Entstehungszeit als Guitarre d’amour, Bogen-Guitarre oder Violoncell-Guitarre bekannt und wird nur im Titel von Fr. Schuberts Sonate D 821 (uraufgeführt von V. Schuster) als A. bezeichnet. Die Erfindung des Instruments wurde bisher J. G. Staufer zugeschrieben, doch hat etwa zur gleichen Zeit (1823) auch der in Budapest ansässige Geigenbauer Peter Teufelsdorfer (15.10.1789–5.8.1845) ein gleichartiges Instrument mit dem Namen „Sentiment-Guitarr“ vorgestellt. Die Grundidee lag darin, die Bauprinzipien der Gitarre mit den Ausdrucksmöglichkeiten und dynamischen Qualitäten des gestrichenen Tons zu verbinden. Das Instrument hat die Größe eines Violoncellos und wird wie dieses in Kniehaltung gespielt. Abgesehen von der Frage nach dem Vorrang bei der Erfindung des Instruments hat sich Staufer in den Folgejahren um die Weiterentwicklung des Instruments bemüht (1832 Patentantrag betreffend Verbesserung der Konstruktion des Korpus von Streichinstrumenten). Wie andere Erfindungen der Zeit wäre der A. ohne Schuberts Anteil wohl vergessen.
Literatur
MGG 1 (1994); E. Fontana Gát, Teufelsdorfer contra Stauffer 1991; V. Gutmann in O. Brusatti (Hg.), [Kgr.-Ber.] Schubert Wien 1978, 1979.

Autor(en)
Rudolf Hopfner
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Hopfner, Art. „Arpeggione‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/05/2001]