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Ast, Ast, Max Familie
Max Wilhelm: * 1875-09-033. [nicht 8.] 9.1875 Wien, 1964-04-099.4.1964 Wien. Komponist, Dirigent. Studium an der Technischen Hsch., 1907–10 Musikwissenschaft an der Univ. Wien. Privater sechsjähriger Kompositionsunterricht bei R. Fuchs. Danach technischer Beamter im Wiener Gemeindedienst. 1920–24 Kapellmeister und Chordirektor in Amerika; Gründung einer MSch. in Fayetteville, North Carolina/USA, gemeinsam mit seiner Tochter. 1924–35 Programmdirektor für die Musik der RAVAG, einer der Pioniere des ORF. Ab 1938 war er Blockleiter der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV, Nationalsozialismus). Er ist nicht zu vermengen mit dem deutschen Organisten, Chordirigenten und Musikpädagogen Max Paul Richard A.(* 17.3.1874 Windischleuba/D, † nach 1954 [Ort?]).
Ehrungen
Offizierskreuz des Ordens „Krone v. Rumänien“ 1933; Ritterkreuz des österr. Verdienstordens 1935; Prof.-Titel 1954.
Werke
2 Opern (Abbé Innocent [T: J. Brandt] 1918, Die Blinde [T: R. Benatzky] 1927); Märchenspiel Die Goldmarie (1941); Orchesterwerke (Märchen aus dem Wienerwald, Am Springbrunnen); symphonische Dichtung; Kammermusik (Streichquartette, Streichquintett F-Dur); Klavierstücke (Wüstenbilder); Chöre; Lieder für Kl. und Orch.
Schriften
Aufsätze in Radio Wien.


Seine Tochter Anita (kurzzeitig verh. Kiefhaber): * 9.12.1901 Wien, † 19.1.1996 Baden/NÖ. Violinistin. Studium an der Wiener MAkad. (1919–21 bei A. Rosé bzw. Julius Stwertka und 1923–25 bei Stwertka), dazwischen in den USA als Pädagogin und Solistin tätig. Nach ihrer Rückkehr nach Wien Auftritte als Solistin (u. a. ab 1925 im Wiener Konzerthaus), 1927 gründete sie das A. A.-Streichquartett, das zumindest bis 1955 bestand und auch Werke ihres Vaters zur Aufführung brachte. Ab 1943 Primgeigerin im Großen Rundfunkorchester (Radio-Symphonieorchester Wien) und Musikpädagogin in St. Pölten und Wiener Neustadt. 1946 Gründung der Wiener Konzertschrammeln, gemeinsam mit Fritz Bluemel, Oskar Stuettgen, Karl Bichlmayer. 1946–66 Mitglied des Orchesters des Wiener Burgtheaters.


Ehrungen
Österreichisches Ehrenkreuz f. Wissenschaft und Kunst 1966; Prof.-Titel 1979.
Literatur
C. I. Buchberger, Max Ast und das Bert Silving Quartett im österr. Rundfunk, Dipl.arb. Wien 2014; F. Planer (Hg.), Das Jb. der Wr. Ges. 1929; MaÖ 1997; F-A 1 (1936); V. Ergert, 50 Jahre Rundfunk in Österreich 1974; O. Friedmann (Hg.), Prominenten Almanach 1 (1930); Stieger II/1 (1977); Müller-Asow 1929 [A., Max Paul Richard]; MGÖ 3 (1995); Mitt. Archiv MUniv. Wien.

Autor(en)
Andrea Harrandt
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt/Christian Fastl, Art. „Ast, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 16/02/2015]