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Auftanz
Wie das alte Satzpaar Tanz und Nachtanz aus einem Schreitteil und einem abschließenden Rundtanz bestehend; eine volkstümliche Vereinfachung der Polonaise, mit welcher vom Ende des 18. Jh.s an bis zur Gegenwart gewisse, auf Repräsentation bedachte Tanzfeste im städtisch-bürgerlichen Bereich eröffnet werden. Heute bildet er den Beginn jedes Tanzfestes im Umfeld der Volkstanzpflege, wobei für den Schreitteil Märsche oder Lieder im Marschrhythmus, für den Rundtanz volkstümliche Walzer gespielt werden. Ein Tanzleiter bestimmt die Choreographie, die auf die Ehrengäste oder die Musik hingerichtet ist, neben dem Umzug der Paare Elemente wie „Trennen der Paare“, „paarweises Abschwenken“, „Abschwenken in Viererreihen“, „Achterreihen“, „Schlange“, „Schnecke“ und „Gasse“ enthält und immer mit einem Walzer endet.
Literatur
K. Horak, Tiroler Volkstanzbuch 1974; L. Horak in Der Trachtler 13 (1977).

Autor(en)
Gerlinde Haid †
Empfohlene Zitierweise
Gerlinde Haid †, Art. „Auftanz‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/05/2001]