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AumannAumannJohann Michael: (Aumon[n], Auman), Familie
Johann Michael: * --ca. 1684 (Ort?), † 1757-06-1414.6.1757 Traismauer/NÖ. Lehrer und Kirchenmusiker. Seine Herkunft ist unklar, zuletzt war er ab 1723 Lehrer und Organist in Traismauer.

Seine Söhne

Franz Joseph CanReg (Franz Seraph Johann Leopold): * 24.2.1728 Traismauer, † 30.3.1797 St. Florian/OÖ. Komponist und Regens chori. Ausbildung vermutlich 1739–45 im Jesuitenseminar in Krems/NÖ, dann im Wiener Jesuitenkonvikt, wo er M. Haydn und J. G. Albrechtsberger traf; Generalbass-Unterricht vermutlich beim Organisten Johann Nepomuk Boog. 1753 trat A. ins Augustiner-Chorherrenstift St. Florian ein (Profess 1754, Primiz 1757) und wirkte dort seit 1755 als Regens chori. Seine in der Wiener und Salzburger Lokaltradition stehenden Werke zeigen auch neapolitanische und venezianische Einflüsse und sind handschriftlich über ganz Österreich, Teile Süddeutschlands, Böhmens, Mährens und Ungarns verbreitet (s. Abb., Partita in Kremsmünster, Autograph?). A.s kontrapunktisches Können und farbige Harmonik haben noch den jungen A. Bruckner beeindruckt.


Werke
7 Oratorien; 40 Messen; 12 Requiem-, 25 Magnificat-Vertonungen; 4 Te Deum und zahlreiche kleinere Kirchenwerke; Missa profana (auch: „Faschingsmesse“), Missa germanica; 2 Singspiele; Couplets, Lieder; 3 Symphonien; Kammermusik.


Leopold Jakob: * 21.7.1732 Traismauer, begr. 25.7.1766 Traismauer. Lehrer und Kirchenmusiker. Folgte seinem Vater im Schulmeisteramt nach. 1759 heiratete er in erster Ehe E. Frieberth.

Franz Josephs Urgroßneffe

Ignaz: * 17.8.1815 Kirchberg am Wechsel/NÖ, † 28.8.1896 Wien (begr. Maria Enzersdorf/NÖ). Geistlicher und Komponist. Erhielt 1844 die Priesterweihe und war nach Kooperatorenjahren Pfarrer in Hochwolkersdorf/NÖ (1857–68), Sollenau/NÖ (1868–79), Brunn am Gebirge/NÖ (1879–84, ab 1880 auch Dechant) und zuletzt ab 1884 Pfarrer und Dechant an St. Gertrud und Laurenz in Währing (Wien XVIII). Seine Kirchenmusik wurde an zahlreichen Wiener Kirchen aufgeführt (u. a. St. Augustin), A. dirigierte seine Werke häufig selbst (z. B. im Wiener Katholischen Gesellenverein).


Gedenkstätten
A.platz (Wien XVIII) 1913.
Ehrungen
Fürsterzbischöflicher Geistlicher Rat 1881; Große Goldene Salvatormedaille der Stadt Wien 1894; Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone 1896; Ehrenpräsident des Währinger Kirchenmusikvereins.
Werke
Messen (Messe in Es-Dur in A-SF); Te Deum, Tantum ergo, Psalmvertonungen, Schutzengellied, Weihnachtslieder, Festchöre; Kantate Die Alpenreise 1842; Singspiele (Kaiser Franz Joseph I. im k. k. Waisenhause in Wien 1886, Feierabend).
Literatur
P. Dormann, F. J. A. 1985 [mit WV]; NGroveD 1 (2001); MGG 1 (1999); Erhart 1998; MGÖ 2 (1995); A. Lindner/M. Jahn, Die Musikhss. des Augustiner-Chorherrenstifts St. Florian 2 (2007), 48; Czeike 1 (1992); Fremden-Bl. 4.6.1857, 3; Wr. Kirchenztg. 16.9.1866, 590; Wr. Diöcesanbl. 1868, 160, 1879, 12, 1881, 216, 1884, 44; Gemeinde-Ztg. 30.7.1869, 5; Das Vaterland 18.5.1877, 3, 16.6.1880, 11, 22.8.1886, 6, 15.7.1887, 5, 23.10.1888, 6, 14.4.1889, 2, 24.12.1890, 5, 21.4.1891, 1, 28.8.1896, 3, 1.9.1896, 5; Die Presse 13.11.1880, 9, 23.7.1894, 1; Dt. Volksbl. 1.2.1890, Abendbl. 2, 16.10.1898, 7; Wr. Ztg. 31.7.1890, 3, 7.6.1894, 3; Wr. Communal-Kalender u. Städtisches Jb. 33 (1895), 411; NFP 21.5.1896, Abendbl. 4; Neues Wr. Tagbl. 2.8.1913, 7; Illustrierte Kronen-Ztg. 3.11.1934, 9; Tauf-, Trauungs- und Sterbebuch 1742–70 der Pfarre Traismauer, pag. 570; Taufbuch 1796–1828 der Pfarre Kirchberg am Wechsel, pag. 401f.

Autor(en)
Uwe Harten
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten/Christian Fastl, Art. „Aumann (Aumon[n], Auman), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 24/10/2018]