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Badura-Skoda, Badura-Skoda, Paul: Familie
Paul: * 1927-10-066.10.1927 Wien. Pianist und Musikforscher. Besuchte 1945–48 die Klavier- und Dirigierklasse des Wiener Konservatoriums, Meisterkurs bei Edwin Fischer in Luzern/CH, später dessen Assistent, Wettbewerbssiege 1948 in Budapest und 1949 in Paris, Konzerte unter W. Furtwängler und H. v. Karajan, 1966–71 Artist in Residence an der University of Wisconsin, Auftritte bei den Salzburger und Edinburgher Festspielen, Meisterkurse, weltweite Konzerttourneen, tritt dabei auch als Dirigent auf; unterrichtet seit 1976 an der Folkwang-Schule in Essen/D, seit 1981 an der Wiener Musikhochschule. Zahlreiche LP- und CD-Einspielungen, darunter auch Aufnahmen auf Hammerklavier und Cembalo, sammelt alte Klaviere. Forschungsschwerpunkt: Wiener Klassik und Romantik.
Ehrungen
Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 1976; Bösendorfer Ring 1978; Chevalier de la Légion d’Honneur 1993.
Werke
Messe in D; Elegie für Kl.; Sonate f. Fl. (V.) und Kl.; Kadenzen zu diversen Konzerten Wiener Klassiker; Ergänzung von unvollendeten Sonaten Mozarts und Schuberts.
Schriften
Hg. von Werken Mozarts, Schuberts und Chopins; Hg. von C. Czernys Über den Richtigen Vortrag der Sämtlichen Beethoven’schen Klavierwerke 1963; gem. m. J. Demus, Die Klaviersonaten von L. v. Beethoven 1970; Bach-Interpretation: Die Klavierwerke Johann Sebastian Bachs 1990 (engl. 1992); Beiträge in A. Walker (Hg.), Frederic Chopin 1966; Musik-Edition-Interpretation, Gedenkschrift G. Henle 1980; Abhandlungen u. a. in MozartJb 1957, NZM 119 (1958), 11 (1961); ÖMZ 13 (1958), 33 (1978), 42 (1987).


Verheiratet mit Eva (geb. Halfar): * 15.1.1929 München/D. Musikwissenschaftlerin. Studierte 1948–53 Musikwissenschaft an den Univ.en Regensburg/D, Heidelberg/D, Wien und Innsbruck (Promotion), 1949–51 Viola d’amore und Klavier an der Wiener MAkad., 1964–74 Prof. an der University of Wisconsin, Gastprofessuren in Boston/USA, Kingston/CDN, Montreal/CDN, Göttingen/D, Maryland. Forschungsschwerpunkte: Haydn, Mozart, Schubert, Wiener Singspiel, Klosteroperetten, Hammerklavier.


Ehrungen
Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1986.
Schriften
Beiträge zur Geschichte des Musikunterrichtes in Österreich im 16., 17. und 18. Jh., Diss. Innsbruck 1953; Mozarts Klavierkonzert in c moll 1969; Hg. v. Werken Mozarts, Schuberts, C. Dittersdorfs, Haydns und des Singfundaments von J. J. Fux (gem. m. A. Mann); Hg. der Schubert Studies 1980 (gem. m. P. Branscombe); Hg. des [Kgr.-Ber.] J. Haydn Wien 1982, 1986; Schubert und seine Freunde 1999; zahlreiche Aufsätze.
Schriften
(gem. m. P. B.-S.): Mozart-Interpretation 1957; rev. als Interpreting Mozart on the Keyboard 1962 (mehrfach übersetzt); Hg. der Klavierkonzerte KV 453, 456 und 459 von Mozart.
Literatur
MGG 1 (1999); NGroveD2 (2001); Who is who in Öst. 1997; InterpretenL 1992; SchubertL 1997; E. Mach, Great Pianists Speak for Themselves 2 (1988); http://www.badura-skoda.com/ (1/2008).


Beider Sohn

Michael B.-S.: * 1964, † 11.10.2001 Wien. Pianist. Erster Klavierunterricht im Alter von 5 Jahren bei Viola Thern, später an der Wiener MHsch. bei seinem Vater. War u. a. langjähriger Duo-Partner von R. Gulda, mit dem er Konzerte im In- und Ausland bestritt. Daneben auch Pädagoge und Berater des Musiksommers Klaus/OÖ.


Werke
CDWolfgang Amadeus Mozart Klavierwerke KV 265+331+333 1999; gem. m. R. Gulda: Art Cult-Concert. Klavier zu vier Händen. R. Gulda und M. B.-S. spielen Mozart und Schubert 2001.
Literatur
http://www.wienerzeitung.at (3/2013); The Independent 13.11.2001.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Badura-Skoda, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 15/03/2013]

MEDIEN
Paul Badura-Skoda, um 1980© Bildarchiv Austria, ÖNB
Paul Badura-Skoda, um 1980  © Bildarchiv Austria, ÖNB

GND
Badura-Skoda, Paul
Weiterführende Literatur (OBVSG)
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Badura-Skoda, Eva
Weiterführende Literatur (OBVSG)
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Badura-Skoda, Michael
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