Bakfark (Greff, alias B., versch. Schreibweisen), Valentin
* zw. 1526/30 Kronstadt/Siebenbürgen (Braşov/RO), † 22.8.1576 (gest. an der Pest) Padua. Komponist und Lautenist. Stammt aus einer Lautenistenfamilie, kam als Knabe an den ungarischen Königshof, seit 1549 im Dienste des polnischen Königs Sigismund II. August in Krakau, fand im preußischen Herzog Albrecht d. Ä. v. Brandenburg einen Gönner und hielt sich mehrmals an dessen Hof in Königsberg auf, erhielt 1565 in Wien von Maximilian II. ein kaiserliches Druckprivileg für sein Lautenbuch Harmonia Musica, 1566–69 Lautenist am Hofe Maximilians II. 1570 aus politischen Gründen verhaftet, 1571–76 in Padua. B.s Motetten-Absetzungen folgen weitgehend dem vokalen Original, durch reiche Ornamentierung wird aber die spezifische Lautenspieltechnik berücksichtigt.
W: Originalwerke für Laute sowie Intavolierungen, gedruckt: Intabulatura Valentini Bacfarc [...] liber primus 1553; Valentini Greffi Bacfarci Pannonii Harmoniarum Musicarum [...] tomus primus 1565 (DTÖ 37 [1911]).
Lit: MGG 2 (1999); NGroveD 2 (2001); I. Homolya, B. 1982 (dt. 1984); O. Gombosi, B. Bálint élete és művei (1507–1576) / Der Lautenist V. B., Leben und Werke (1507–1576), 1935.


BB  
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/10/11 13:18:31 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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