Biber, Familie
Heinrich Ignaz Franz: * 12.8.1644 Wartenberg/Böhmen (Stráž pod Ralskem/CZ), † 3.5.1704 Salzburg. Komponist und Geigenvirtuose. Vor 1668 möglicherweise im Dienst des Fürsten J. S. v. Eggenberg in Graz, danach 1668–70 im Dienst des Fürstbischofs C. Liechtenstein-Castelcorn in Kremsier, ab 1670/71 am Salzburger Hof tätig (1678 Vizekapellmeister, 1684 Kapellmeister). 1690 wurde er von Kaiser Leopold I. in den erblichen Adelsstand erhoben. B. zählt zu den bekanntesten Virtuosen und Komponisten seiner Zeit, bedeutend v. a. durch seine Skordatur-Werke (z. B. Rosenkranzsonaten); seine Kirchenmusik fällt durch ihre monumentale Polyphonie auf (Missa Salisburgensis für 53 Stimmen, Heinrichs-Messe) (Abb. aus den Sonatae, Violino Solo).
W: Balletti; Sonaten (Rosenkranzsonaten, Mensa sonora etc.); Kirchenmusik; Messen.
Schr: Singfundament 1694.
Lit: MGG 2 (1999); NGroveD 3 (2001); ÖL 1995; [Kat.] H. F. Biber 1644–1704 Salzburg 1994 , 1994; E. T. Chafe, The Church Music of H. B. 1987; D. Glüxam, Die Violinskordatur 1999.


Sein Sohn Carl Heinrich: * 4.9.1681 Salzburg, † 19.11.1749 Salzburg. Trat 1704 als Geiger in die Salzburger Hofmusikkapelle ein, wurde 1714 Vizekapellmeister und unterrichtete 1726–44 die Sängerknaben.
W: 4 Messen, 2 Regina Coeli, 2 Te Deum; Sonaten.
Lit: MGG 2 (1999); NGroveD 3 (2001); Hintermaier 1972.


ETH  
[ Zuletzt aktualisiert: 2014/07/14 10:49:02 ]

        [ LOGIN... ]

        Eine Neuanmeldung kann unter Menüpunkt "Registrieren" durchgeführt werden.


Home ] [ Musikforschung ] [ Elektronisches Publizieren ]
Akademie ] [ Redaktion ] [ Verlag ]

Quelle: Österreichisches Musiklexikon, IKM, Abt. Musikwissenschaft
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
© 2002–2014 Alle Rechte vorbehalten ISBN: 978-3-7001-3077-2