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Brandstätter, Brandstätter, true Matthäus Ignaz
* --ca. 1791, † 1851-03-066.3.1851 Wien. Geigenbauer. B. wurde als Sohn eines Geigen-, Lauten- und Flötennmachers in Wien geboren. Sein Lehrer ist unbekannt, 1817 legte er die Meisterprobe ab und erlangte am 3. Oktober dieses Jahres das Bürgerrecht. Er war Untervorsteher der Wiener Geigenmacher und ersuchte 1833 um Enthebung von dieser Stelle. 1839–44 war er Vorsitzender der Geigen- und Lautenmacher, später Repräsentant und Schätzmeister. Nach seinem Tod legte die Witwe Rosina noch im selben Jahr das Gewerbe zurück. B. arbeitete nach einem Stradivari-Modell mit mittelhoher Wölbung. Die Arbeit ist sauber und optisch ansprechend. Leider lässt die Klangqualität und Ansprache der Geigen oft zu wünschen übrig. B.s Nachlass, der eine Anzahl unlackierter Geigen umfasst haben soll, wurde von A. Hofmann aufgekauft. Die von Hofmann nachlässig lackierten Geigen erzielen geringere Preise als die von B. fertiggestellten. Wie aus Zetteln in mehreren Museumsinstrumenten hervorgeht, war er als Reparateur gesucht. Für das Stift Melk lieferte B. 1816 zwei Geigenbögen und einen Saitenhalter. Eine Violine aus dem Jahr 1824 im Originalzustand befindet sich in America’s Shrine to Music Museum, Vermillion, SD. (Inv. Nr. 6097).
Literatur
Freeman 1989; W. Hamma, Geigenbauer der Deutschen Schule des 17. bis 19. Jh.s 1, 1986, 53–57; Hopfner 1999; Lütgendorff 1975; Ottner 1977; Prochart 1979.

Autor(en)
Rudolf Hopfner
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Hopfner, Art. „Brandstätter, Matthäus Ignaz‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/05/2001]