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Bratlgeiger
Meist despektierlich gebrauchte Bezeichnung (Bierhäusl- und B.). In Wien Ende des 18. Jh.s nach Auflösung der Nicolai-Bruderschaft aus dadurch freigewordenen Musikern entstandene Vereinigung, die sich auf dem Hohen Markt, später im Wirtshaus Zur Eiche versammelte und schließlich in Neulerchenfeld (Teil von Wien XVI) im 1910 demolierten Gasthaus Zum weißen Schwan ihren Sitz hatte. Davon ausgehend ist der Ausdruck B. in den allgemeinen Sprachgebrauch gelangt für Musiker, die als Gage ein Abendessen (Braten) bekamen. Ein vom damaligen Wiener Bürgermeister Franz Jonas als dem Wiener Musikleben neue Impulse verleihend bezeichneter B.-Marsch stammt vom in Roßlau/D wirkenden Musiker Siegfried Bethmann (1915–93).
Literatur
Czeike 1 (1992).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Bratlgeiger‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/05/2001]