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Brendel,
Alfred
* 5.1.1931 Wiesenberg (Loučná nad Desnou/CZ).
Pianist.
Klavierunterricht in Zagreb (S. Deželić), Graz (Ludovika v. Kaan; Kompositions-Unterricht bei A. Michl), Basel (Paul Baumgartner), Salzburg (E. Steuermann) und Luzern (Edwin Fischer), Debüt 1948 in Graz. Seit 1949 internationale Karriere mit zahlreichen Konzertreisen und Platten-Aufnahmen. Auftritte mit den wichtigsten Orchestern und Dirigenten in aller Welt. 1960–70 zusammen mit P. Badura-Skoda und J. Demus Leiter von Meisterkursen bei den Wiener Festwochen. Lebt seit 1972 in London. B.s Repertoire umfasst Klavierliteratur von J. S. Bach bis A. Schönberg, Schwerpunkte sind W. A. Mozart, L. v. Beethoven, Fr. Schubert und F. Liszt. Sein Spiel ist geprägt von virtuosem Glanz gepaart mit intellektueller Reflexion. Als Liedbegleiter arbeitete er u. a. mit E. Schwarzkopf und D. Fischer-Dieskau, zuletzt (2001) Matthias Goerne. Ende 2008 beendete er seine Karriere als Pianist. Seither beschäftigt sich B. mit Essays zu musikalischen Themen und schreibt skurril-groteske Gedichte (bisher vier Sammlungen).P: Concorso Busoni, Bozen 1949; Joseph-Marx-Musikpreis des Landes Steiermark 1980; Beethoven-Ring 2001; Ernst-von-Siemens Musikpreis 2004; Karajan-Musikpreis 2008; 9-facher Dr. h.c.; Sir (Knight Commander of the Most Excellent Order of the British Empire [KBE]) 1989; Mitglied des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste 1991; Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 2010.
Schr: Musical Thoughts and Afterthoughts 1976 (dt.: Nachdenken über Musik 1977, 81996); Music Sounded out 1990 (dt. verändert: Musik beim Wort genommen 1992); Ausgerechnet ich 2001; Aufsätze über Interpretation; Essays über Komponisten; Sammlungen eigener Gedichte und Aperçus.
Lit: NGroveD 4 (2001); MGG 3 (2000); http://musikerforum.de (3/2001); LdM 2000; MGÖ 3 (1995); SchubertL 1997; Der Standard 15./16.5.2004 u. 12./13.4.2008; www.wikipedia.org (3/2011); www.alfredbrendel.com (3/2011).
UH
[ Zuletzt aktualisiert: 2011/08/01 13:02:15 ]
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