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EgedacherEgedachertrue (versch. Schreibweisen), Familie
Orgelbauerfamilie, die in vier Generationen im 17. und 18. Jh. in Straubing/D, München, Passau bzw. Salzburg ihre Werkstätten hatte.

Christoph sen.: * ?, † ca. 1661 (Ort?). Verlegte 1653 seine Werkstätte von Straubing nach München. 1640 lieferte er ein Positiv für die Stiftskirche Schlägl, 1657 eine zweimanualige Orgel für die Stiftskirche Lambach. Ihr Gehäuse ist noch erhalten. Sein Sohn

Christoph jun.: * 19.5.1641 Straubing, † 6.4.1706 Salzburg. 1673–1706 Hoforgelmacher in Salzburg. Das bedeutendste seiner 40 bisher nachgewiesenen Werke war die Salzburger Domorgel 1703, erhalten ist noch seine Orgel in der Kajetanerkirche Salzburg (1697), teilweise erhalten sind seine Orgeln in Salzburg-Mülln (1679) und Maria Plain (1682). Dessen beide Söhne

Johann Christoph: * 3.1.1666 München, † 13.9.1747 Salzburg. Folgte 1706 dem Vater im Amt des Salzburger Hoforgelmachers. Von ihm lassen sich etwa 35 Neubauten nachweisen, u. a. der Um- und Erweiterungsbau der Salzburger Domorgel (1706 bzw. 1718), Stuhlfelden/Sb (1706), Univ.skirche Salzburg (1708) und St. Veit i. Pongau/Sb (1714), alle teilweise erhalten.

Johann Ignaz: * 1675 Salzburg, † 19.6.1744 Passau. Übernahm 1709 die Werkstatt von J. Freundt in Passau. Seine bedeutendsten Werke schuf er für den Dom in Passau (3 Orgeln) und für die Stiftskirche Zwettl (1732, noch erhalten).

Johann Rochus: * 5.8.1714 Salzburg, † 14.6.1785 Salzburg. Sohn von Johann Christoph. 1747–85 Hoforgelmacher. Unter ihm verschlechterte sich die Auftragslage. Von seinen 25 ermittelten Werken befindet sich ein Positiv im Salzburger Museum Carolino Augusteum. Teilweise erhalten sind noch seine Orgeln in der Pfarrkirche Brixen (1740), Thalgau/Sb (1750), Berndorf bei Salzburg (1766) und in der Michaelskirche Salzburg (1770).


Literatur
NGroveD 7 (2001); G. Brenninger, Orgeln in Altbayern 78; G. Walterskirchen, Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Diss. Salzburg 1982.

Autor(en)
Gerhard Walterskirchen
Empfohlene Zitierweise
Gerhard Walterskirchen, Art. „Egedacher (versch. Schreibweisen), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 11/12/2001]