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Elsner, Elsner, true Hannerl (eig. Hammer, Ludmilla, verh. Patterer)
* 1911-02-1212.2.1911 Wien, 1990-06-055.6.1990 Wien. Sängerin. Stammte aus einem musikalischen Elternhaus, der Vater spielte Violine, die Mutter Zither, ein Onkel trat als Kunstpfeifer auf. Im Alter von fünf Jahren erster Auftritt in einem Lokal in Oberlaa (heute Wien X), wo sie einige Lieder sang, begleitet vom Vater auf der Violine. Erhielt privaten Gesangsunterricht. 1920/21 Zusammenarbeit mit L. Gruber, danach wurde E. Partnerin von K. M. Jäger. Am 14.12.1923 Bekanntschaft mit H. Strecker, dessen Schlager und Wienerlieder sie in der Folge in unzähligen gemeinsamen Auftritten aus der Taufe hob. Sie selbst bezeichnete sich als „die meist engagierte Wiener Liedersängerin“. 1925 erste Schallplattenaufnahme (Mein Engelchen muß schlafen geh’n [M: H. Strecker, T: A. Steinberg-Frank) für Grammophon und Ablegung der Artistenprüfung. Ab 1933 gemeinsam mit Strecker Veranstalterin von illegalen Abenden der Nationalsozialisten, bei welchen E. verbotene NS-Lieder sang, wodurch sie sämtliche Auftrittsmöglichkeiten verlor und schließlich 1936 bedingt verurteilt wurde. Im August 1936 folgte sie Strecker nach Berlin, mit dem sie ab 1933 bis zu dessen Flucht nach Deutschland im Juni 1936 auch in Wien zusammengelebt und eine gemeinsame Tochter (* 28.12.1934 Wien) hatte. Hier trat sie wieder als Sängerin auf. 1938 Rückkehr nach Österreich, 1943 Ende der Zusammenarbeit mit Strecker. Ab 1950 Interpretin von H. Weiner-Dillmann. Es folgte ein langes Engagement im „Feuchten Stock“ (Wien I) sowie Plattenaufnahmen, u. a. mit H. Conrads. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in einem Pensionistenheim in Wien X.
Ehrungen
Goldene Volkskunstnadel 1927; Hut vom lieben Augustin; Goldene Wienerlieder-Plakette, Johann Strauß-Statuette der Vereinigung Das Wiener Lied 1974; Ehrenmitglied mehrerer Wienerlieder-Vereinigungen.
Werke
Schallplattenaufnahmen.
Literatur
Hauenstein 1979; K. Loibl, Musikalische Künstler von gestern und vorgestern (Die unvergängliche Schellackplatten-Ära 2 u. 35), Ms., Wienbibliothek; Neues Wr. Journal 30.12.1938, 12; ÖStA, Archiv der Republik, Zivilakten NS-Zeit 302171; www.friedhoefe.wien.at (1/2015).

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Elsner, Hannerl (eig. Hammer, Ludmilla, verh. Patterer)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 05/03/2015]