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Europasender, Deutsche (DES)
Die Deutschen E. waren Mittel der Propaganda und der psychologischen Kriegsführung des NS-Regimes. Die fremdsprachigen Programme der Reichsrundfunkgesellschaft (RRG) wurden ab Beginn des Zweiten Weltkriegs systematisch ausgebaut und 1941 als Deutsche E. im Rahmen der Auslandsdirektion der RRG zusammengefasst. Gesendet wurden täglich über siebzig Stunden Programm in etwa dreißig europäischen Sprachen. Im Wiener Funkhaus war ab 1942 die Außenstelle Wien der DES angesiedelt, die Programme für den Balkan erstellte, die über den Mittelwellensender Alpen mit Standort in Graz/Dobl ausgestrahlt wurden. Es wurde dazu ein Tanzorchester eingerichtet, das zunächst unter der Leitung von L. Jaritz, später unter L. Babinsky und P. v. Béky relativ ungehindert Swing im Stil der Zeit spielen durfte. Mitglieder dieses Orchesters waren außer Österreichern und Deutschen viele Musiker aus besetzten oder mit dem Deutschen Reich verbündeten Staaten.
Literatur
Sh. Salem, Der Deutsche Kurzwellenrundfunk unter Berücksichtigung der Orient-Zone, Diss. Wien 1984; V. Ergert 50 Jahre Rundfunk in Österreich 1974; Kraner/Schulz 1972.

Autor(en)
Reinhold Westphal
Empfohlene Zitierweise
Reinhold Westphal, Art. „Europasender, Deutsche (DES)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 23/10/2001]