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EyslerEyslertrue (eig. Eisler), Edmund
* 1874 -03-1212.3.1874 Wien, 1949 -10-044.10.1949 Wien. Komponist. Studierte am Wiener Konservatorium der GdM Klavier (bei A. Door), Harmonielehre und Kontrapunkt (bei R. Fuchs) und Komposition (bei J. N. Fuchs); Klavierbegleiter bei den musikalisch-literarischen Abenden im Salon Bertha v. Suttners; Klavierspieler und Hauskomponist bei G. Steiner im Vergnügungsetablissement Venedig in Wien im Prater sowie im Unterbrettl. 1903 landete er mit der Operette Bruder Straubinger (T: Moritz Georg West) im Theater an der Wien einen Riesenerfolg. Seit damals schrieb er seinen Nachnamen mit „y“. Von seinen späteren Werken ist v. a. Die gold’ne Meisterin (1927) als volkstümliche, wienerische Operette bekannt. Während des Nationalsozialismus waren seine Werke verboten und E. musste sich als Klavierlehrer durchschlagen. E. erreichte als Operettenkomponist der „silbernen Operettenära“ nicht die Popularität eines F. Lehár, L. Fall, O. Straus oder E. Kálmán, doch überlebten einige seiner Operettenmelodien als Schlager. E. war Präsident und Mitbegründer der Johann-Strauß-Gesellschaft.
Gedenkstätten
Gedenktafeln (Wien XXVII, Thelemanngasse 8, Veronikagasse 20; Wien VIII, Zeltgasse 14; Wien XIX, Himmelstraße 4); Ehrengrab (Wien, Zentralfriedhof Grab 32A, Nr. 46A); E.-Denkmal (Wien VIII, Florianigasse 24, Lange Gasse 53), E.gasse (Wien XIII und Graz V).
Ehrungen
Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich 1924; Ehrenbürger der Stadt Wien 1927; Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich 1934; Ehrenmitglied der AKM 1945; Prof.-Titel 1946; Ehrenring der Stadt Wien 1949.
Werke
Operetten (Bruder Straubinger; Pufferl; Die Schützenliesl; Künstlerblut; Vera Violetta; Der unsterbliche Lump; Der Frauenfresser; Der lachende Ehemann; Ein Tag im Paradies; Hanni geht tanzen; Die gold’ne Meisterin; Wiener Musik); Ballett (Schlaraffenland); Opern (Der Hexenspiegel; Hochzeitspräludium); Klaviermusik (Scherzo; Vier Stücke für Jazzmusik); Lieder (Ich liebe dich unendlich, mein Wien; Fein schmeckt uns der Wein; Küssen ist keine Sünd); Tänze.
Literatur
Czeike 2 (1993); MGG 3 (1954); NGroveD 6 (1980); Lang 1986; MGÖ 3 (1995); K. Ewald, E. E., ein Musikus von Wien 1934; R. M. Prosl, E. E. 1947; R. Traubner, Operetta: a Theatrical History 1983.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Eysler (eig. Eisler), Edmund‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 23/10/2001]