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Faist, Faist, true Anton (eig. Antonius)
* 1864-01-2626.1.1864 Stang bei Hatzendorf/St, † 1933-08-1212.8.1933 Hall/T. Musiker, Chordirigent. Der Sohn eines Bauern erhielt seinen ersten Musikunterricht bei Andreas Strempfl in Riegersburg/St, dann Sängerknabe im Stift Heiligenkreuz. Ab 1879 Ausbildung in Graz, ab 1883 am Priesterseminar und bis 1887 Studium der Theologie. 1886 Priesterweihe, 1887–89 als Pfarrer tätig. 1889 Präfekt und Regens chori am Bischöflichen Seminar in Graz. Studium der Philosophie, Mathematik und Physik (Lehramt). Als Schüler von A. v. Meinong machte er Untersuchungen auf dem Gebiet der Musikpsychologie. 1899–1933 Prof. am Bischöflichen Gymnasium. Als Präsident des Diözesan-Cäcilienvereins (1905–18) bemühte er sich, die Kirchenmusik in der Diözese durch Musteraufführungen und Kurse zu verbessern. 1926–31 2. Vizepräsident des Allgemeinen Cäcilienvereins (Cäcilianismus). Als Komponist strebte er durch leichte Ausführbarkeit seiner Werke eine weite Verbreitung derselben an, wobei er sich bewusst war, „Gebrauchsmusik“ für die Liturgie zu schreiben. Seine kirchenmusikalischen Werke zählen zu den noch heute meistaufgeführten Werken der Kirchenchöre Österreichs.
Gedenkstätten
Gedenktafel am Haus Stang bei Hatzendorf 22.
Schriften
Über Consonanz und Dissonanz, Diss. Graz 1901.
Werke
Lateinische und Deutsche Messen, Requiem, Kirchenlieder mit deutschem Text; weltliche Lieder und Chorstücke. Liederbücher: Magnifikat: Kirchliches Gesangbuch zunächst für die Studierenden am fürstbischöflichen Knabenseminar 1902 (in zahlreichen Auflagen); Orgelsätze im Orgelbuch zum Lobet den Herrn!
Literatur
StMl 1962–66; MaÖ 1997; [Kat.] Musik i. d. St. 1980; E. Kleinschuster, A. F. 1980 (mit WV); Taufbuch der Pfarre Riegersburg 1858–68, fol. 113.

Autor(en)
Andrea Harrandt
Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Faist, Anton (eig. Antonius)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 04/04/2018]