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Fischer, Fischer, true Betty
* 1887 -10-1010.10.1887 Wien, 1969 -01-1212.1.1969 Wien. Sängerin (Sopran). Trat zunächst als Liedsängerin im Trocadero auf, dann als Operettensoubrette im Ronacher. 1910 wurde sie (ohne schauspielerische Ausbildung) von W. Karczag an das Raimundtheater, 1914 an das Theater an der Wien engagiert, wo sie gleich mit einer Hauptrolle in E. Kálmáns Operette Gold gab ich für Eisen erfolgreich war, später u. a. in den UA.en von L. Falls Rose von Stambul und F. Lehárs Blauer Mazur. Als Kálmáns Gräfin Mariza kreierte sie 1924 einen neuen Diva-Typ, in B. Granichstaedtens Orlow sang sie 1925–33 über 400mal. Das Lied Das Lercherl von Hernals aus L. Aschers Hoheit tanzt Walzer machte sie zu einem Schlager. F. war mit den 62 von ihr verkörperten Rollen wesentlich am Erfolg des „Silbernen Zeitalters“ der Operette beteiligt, unternahm auch Gastspielreisen in zahlreiche Städte Europas. 1933 emigrierte sie nach Luxemburg (Exil) und kehrte 1947 nach Wien zurück, wo sie zunächst nochmals am Raimundtheater auftrat und später als Prof. am Konservatorium der Stadt Wien lehrte.
Ehrungen
Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich 1967.
Literatur
K-R 1997; Czeike 2 (1993); F. Endler in Die Presse 14.1.1969; Orpheus im Exil 1995; Kosch 1 (1953); Slg. Moißl.

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Fischer, Betty‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 05/12/2001]