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Fischer, Fischer, Adam: Familie
Adam: * 1949 -09-099.9.1949 Budapest. Dirigent. Sohn des Dirigenten Sándor F. († 1995), studierte Klavier und Dirigieren in Budapest, Wien (bei H. Swarowsky), Venedig (bei Franco Ferrara) und Siena/I. 1971/72 begann er als Korrepetitor in Graz, dirigierte 1972/73 in St. Pölten. 1973/74 war er Kapellmeister-Assistent an der Wiener Staatsoper, an der er seit 1982 häufig gastierte. 1974 wurde er Musikdirektor der Finnischen Nationaloper in Helsinki, 1977–79 war er in ähnlicher Funktion an der Oper in Karlsruhe/D, 1981–84 in Freiburg i. Br./D, 1987–92 in Kassel/D tätig und gastierte daneben u. a. in Paris, Mailand, London, in den USA, in München , Zürich/CH und Budapest. Er dirigierte zahlreiche Orchester in aller Welt, u. a. auch die Wiener Philharmoniker und die Wiener Symphoniker. F. ist musikalischer Leiter der 1986 gegründeten Haydn Festspiele in Eisenstadt, mit deren Orchester, der von ihm gegründeten Neuen Österreichisch-Ungarischen Haydn-Philharmonie, er 1987–2001 u. a. sämtliche Symphonien J. Haydns auf CD eingespielt hat, und seit 1999 Chefdirigent des Danish National Chamber Orchestra in Kopenhagen. 2001 kurzfristige Leitung von R. Wagners Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen. Mit Übernahme der rechts-konservativen Regierung in Ungarn legte F. 2010 als Protest die Funktion des Generalmusikdirektors (seit 2007) an der Ungarischen Staatsoper nieder.
Ehrungen
Gewinner des Dirigentenwettbewerbs Premio Cantelli der Scala in Mailand 1973.; Dirigent des Jahres 2002 (gewählt von der Zeitschrift Opernwelt).


Sein Bruder Iván: * 20.1.1951 Budapest. Dirigent. War nach Ausbildung in Budapest und Wien (bei H. Swarowsky) zwei Jahre Assistent von N. Harnoncourt und gründete zusammen mit Zoltán Kocsis das Budapest Festival Orchestra (seither musikalischer Direktor). 1979–82 Musikdirektor der Northern Sinfonia, 1984–89 Musikdirektor der Kent Opera in Südengland, 2000–03 Chefdirigent der Opéra National de Lyon in Frankreich, 2006–09 Erster Gastdirigent des National Symphony Orchestra in Washington, D.C. Zahlreiche Gastspiele führten ihn außerdem an die Wiener Staatsoper (W. A. Mozart-Zyklus) sowie nach Deutschland, Frankreich, Israel oder die USA. Im Februar 2011 wurde F. Musikdirektor des Konzerthauses Berlin und Erster Dirigent des Konzerthausorchesters Berlin.


Ehrungen
Gewinner des Dirigentenwettbewerbs Rupert Foundation der BBC in London 1976; Crystal Award des Weltwirtschaftsforums in Davos; Chevalier dans l'Ordre des Arts et des Lettres vom französischen Kultusministerium; Goldmedaille des ungarischen Staatspräsidenten; Kossuth-Preis von Ungarn 2006.


Sein Cousin György (früher auch Georg): * 12.8.1935 Budapest. Studium an der Liszt Akademie in Budapest und am Mozarteum Salzburg. F. war Assistent von H. v. Karajan an der Wiener Staatsoper. Als Dirigent und Liedbegleiter international (u. a. mit dem Wiener Kammerorchester) tätig.


Literatur
MGG 6 (2001); NGroveD 8 (2001); http://www.haydnphil.org/en/fischer.htm (8/2001); www.rbartists.at (9/2011); de.wikipedia.org/wiki/%C3%81d%C3%A1m_Fischer (9/2011); de.wikipedia.org/wiki/Iv%C3%A1n_Fischer (9/2011); /www.bfz.hu (9/2011); http://arts.jrank.org (9/2011).

Autor(en)
Uwe Harten
Georg Demcisin
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten/Georg Demcisin, Art. „Fischer, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 22/11/2011]