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Flotow, Flotow, true Friedrich (Freiherr) von
* 1812-04-2727.4.1812 Teutendorf bei Neu-Sanitz/D, † 1883-01-2424.1.1883 Darmstadt/D. Komponist. Aus einer alten Mecklenburger Adelsfamilie stammend, wuchs er in Paris auf; erste musikalische Ausbildung durch A. Reicha und Johann Peter Pixis. 1835 wurde F.s erste Oper (Pierre et Cathérine) in Schwerin/D aufgeführt, doch wechselte F. 1831 wieder nach Paris, wo er als Opernkomponist seine größten Triumphe feierte. 1844 erhielt er von der Wiener Hofoper einen Kompositionsauftrag; die 1847 am Kärntnertortheater aufgeführte Martha (s. Tbsp.) wurde ein großer Erfolg und konnte sich als eine der wenigen Opern des hochromantischen deutschen Faches bis heute auf den Spielplänen halten. Ein weiterer Erfolg mit Indra (1852) führte dazu, dass F. nach Wien übersiedelte. 1855–62 war er Theaterdirektor in Schwerin. In den folgenden Jahren bis zu seinem Tod führte F. ein unruhiges Wanderleben zwischen seinem Landgut in Reichenau an der Rax/NÖ (das er 1873 wieder verkaufte), Paris und diversen deutschen Städten. 1870–73 engagierte sich F. während seiner Aufenthalte in Niederösterreich am Wiener Neustädter Musikleben und war Mitglied des dortigen Musikvereines.
Gedenkstätten
F.gasse (Wien XIX).
Werke
Opern (darunter Martha, Alessandro Stradella), 5 Melodramen, Lieder, Orchesterwerke, Kammermusik.
Literatur
NGroveD 9 (2001); NGroveDO 2 (1992); A. Goebel, Die deutsche Spieloper bei Lortzing, Nicolai und F., Diss. Köln 1975; MGG 6 (2001); Erhart 1998; Czeike 2 (1993); R. Steurer, F. v. F.s Oper „Indra“, Dipl.arb. Wien 1993.

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Flotow, Friedrich (Freiherr) von‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 08/03/2019]