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Frank, Frank, true Johann Peter
* 1745-03-1919.3.1745 Rothalben/Baden/D, 1821-04-2424.4.1821 Alservorstadt (Wien IX). Mediziner (Hygieniker) und Musik-Mäzen. Studium der Theologie und Philosophie (Dr. phil.) sowie der Medizin (Dr. med.). F. war u. a. Leibarzt des Markgrafen von Baden, des Fürstbischofs von Speyer in Bruchsal, arbeitete in Göttingen/D, Pavia/I und als Generaldirektor des Medizinalwesens in der Lombardei. 1795 kam er nach Wien, wo er u. a. die Militärmedizin und das Allgemeine Krankenhaus (1805 Vorstand) reorganisierte, 1808 wirkte er in St. Petersburg, 1809 wieder in Wien, wurde Leibarzt der Schwester Napoleons, Marie Louise, und ließ sich 1811 endgültig in Wien nieder. Er förderte intensiv die Pflege der Musik; L. v. Beethoven zählte zu den ständigen Besuchern in F.s Privathaus (Alser Straße 20), das zu einem Mittelpunkt des musikalischen Lebens in Wien wurde. F. gilt als Begründer der Hygiene als selbständiger Wissenschaft.
Gedenkstätten
Denkmal im 1. Hof des Alten AKH, Wien IX., 1935; Ehrengrab Zentralfriedhof Wien.
Schriften
zahlr. medizinische Schriften; sein Hauptwerk: System einer vollständigen medizinischen Polizey in 9 Bänden 1779–1827.
Literatur
Czeike 2 (1993, Abb.); ÖBL 1 (1957).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Frank, Johann Peter‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 12/08/2002]