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Frankl, Frankl, true Ludwig August
* 1810-02-033.2.1810 Chrast, Bezirk Chrudim/Böhmen (Chrast/CZ), 1894-03-1212.3.1894 Wien. Arzt, Journalist, Schriftsteller, Philantrop. Seit 10.12.1876 Ritter v. Hochwart. Studien in Wien und Padua (Dr. med. 1837). F. wurde 1838 Sekretär und Archivar, 1850 Vorstandsmitglied (seit 1875 Vorsitzender) der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde. Er schrieb 1838–41 für das Österreichische Wochenblatt, gründete 1842 die belletristische Zeitschrift Sonntagsblätter und publizierte 1848 u. a. das erste zensurfreie Flugblatt mit seinem 27-mal vertonten Gedicht Die Universität. In der Folge war er als freier Schriftsteller tätig, wurde 1851 Direktionsmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und Prof. für Ästhetik und gab 1852 eine Übersetzung serbischer Nationallieder heraus. 1856 reiste er durch Ägypten und Palästina, gründete 1857 in Jerusalem die noch bestehende Lämel-Schule (für Kinder „österreichischer Untertanen“) und 1872 in Wien das Israelitische Blindeninstitut.
Ehrungen
Ehrenbürger Venedig 1836; Ehrenbürger Wien 1849.
Schriften
Das Habsburglied (Romanzenzyklus) 1832; Mozarts Manen 1890; zahlreiche biographische Arbeiten u. a. über Nikolaus Lenau, F. Gillparzer, Friedrich Hebbel, F. Raimund; Epen; Satiren; Gedichte; Hg.: Gusle. Serbische Nationallieder 1852; Andreas Hofer im Liede 1884.
Literatur
E. Wolbe, L. A. F. 1910; Czeike 2 (1993); ÖBL 1 (1957, F.-Hochwart).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Frankl, Ludwig August‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 12/08/2002]