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Frydan, Frydan, true Camilla (eig. Herzl, verh. Friedmann; Pseud. Herzer)
* 1887-06-033.6.1887 Wiener Neustadt/NÖ, 1949-06-1313.6.1949 New York/USA. Komponistin, Textdichterin. Schwester von L. Herzer und C. Rothmüller. Früher Beginn des Klavierunterrichts, erstes Konzert schon mit fünf Jahren im Wiener Ehrbarsaal. Von Herbst bis Mitte Dezember 1901 Klavierausbildung bei Wilhelm Rauch am Konservatorium der GdM, danach private Studien beim Leschetitzky-Schüler John Charles Mynotti, Harmonie- und Kompositionslehre bei ihrem Bruder Ludwig. F. strebte zunächst eine Karriere als Sängerin an, nahm Unterricht bei M. Brandt und erhielt 1907 ihr erstes Engagement als Soubrette am Raimundtheater unter dem Pseudonym C. Herzer. Engagements an der Neuen Wiener Bühne 1908/09 und am Kabarett Fledermaus 1909/10 folgten. Hier Kontakte zu Egon Friedell, Peter Altenberg, Alfred Polgar und O. Friedmann, den sie 1910 heiratete. Gleichzeitig erste Kompositionsversuche mit Chansons. Nach der Geburt ihres Sohnes Hans 1911 widmete sie sich in der Folge vermehrt der Komposition unter dem Pseud. C. Frydan und betätigte sich auch als Textdichterin. Aufführungen ihrer Werke in Wien und Graz dirigierte sie zum Teil selbst, trat aber auch noch als Interpretin in Erscheinung, so 1927 im Simpl. 1928 Tournee durch Deutschland und Gründung des F.-Verlages in Berlin. Nach dem Tod ihres Mannes 1929 stellte sie den von ihm begonnenen Prominenten Almanach fertig und ging nach Berlin. Hier schrieb F. mehrere Revuen, die an verschiedenen Berliner Kleinkunstbühnen aufgeführt wurden. 1936/37 Rückkehr nach Wien, 1938 Emigration (Exil) gemeinsam mit ihren Geschwistern zunächst in die Schweiz, nach dem Tod L. Herzers 1939 in die USA. Hier gründete sie gemeinsam mit ihrem Sohn Hans Henry 1945 den Verlag Empress Music Publishing und trat mit ihm, der als Schauspieler und Sänger tätig war, in verschiedenen Etablissements auf.
Schriften
Warum sollen Frauen nicht komponieren? in Komödie 22.12.1923, 26; gem. m. O. Friedmann, Prominenten Almanach 1930.
Werke
Operetten (Baron Menelaus 1919 [T: Emil u. Arnold Golz], Liebesmagazin 1926 [T: Felix Fischer und O. Friedmann], Madame Napoleon 1933 [T: O. Friedmann u. Toni Schwanau]); Musikspiel für Kinder Ein Märchentraum 1919 [T: C. F.]; Revue Die große Trommel 1925; Melodram Liebling 1916 (T: E. Friedell); Symphonie In the dark of the night; Drei Orgelsonaten; Schlager (Laß dich von mir in dein gelbes Himmelbettchen tragen, Willst Du mit mir leben [T jeweils: C. F.]; Gwendolyn [T: Erwin Weill], Weil du mir so besonders sympathisch bist [T: P. Herz]); Wienerlieder (Die Frauen von Wien sind so zauberhaft schön; Herrgott is’ das heut’ a’ Weinderl [T jeweils: C. F.]).
Literatur
Marx/Haas 2001; K. Ehrenfreund-Huemer, Komponistinnen in Niederösterreich, [Dipl.arb.] Wien 2007; O. Friedmann, Prominenten Almanach 1930 [mit Foto]; F. Planer (Hg.), Das Jb. der Wr. Ges. 1929; Stieger II/1 (1977); eig. Recherchen.

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Frydan, Camilla (eig. Herzl, verh. Friedmann; Pseud. Herzer)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 07/02/2012]