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FussFusstrue (Fuß; Fusz), Johann Evangelist (János)
* 1777 -12-1616.12.1777 Tolna/H, 1819 -03-099.3.1819 Ofen (Budapest). Komponist und Pädagoge. War zuerst Sängerknabe in Baja/H, dann Erzieher und Leiter von Hauskapelle und Kirchenmusik bei einer ungarischen Adelsfamilie. Nach 1800 wurde er in Wien von J. Haydn gefördert und von J. G. Albrechtsberger unterrichtet. 1810 ging F. als Kapellmeister an das städtische Theater in Pressburg, lebte aber – zumindest in den Sommermonaten – als Lehrer und Komponist in Wien und war auch Korrespondent der Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung. Er pflegte besonders die Liedkomposition, wurde auf diesem Gebiet, in dem er als Vertreter des Übergangs von W. A. Mozart zu Fr. Schubert, auch von L. v. Beethoven anerkannt, der 1815 allerdings die öffentliche Aufführung von F.’ Oper Romulus und Remus nach einem Libretto von G. F. Treitschke, das damals auch Beethoven vertonen wollte, verhinderte. Andere Bühnenwerke F.s wurden hingegen von Wiener Theatern gespielt. Seine Instrumentalwerke lassen Beethovens Einfluss erkennen.
Werke
Bühnenwerke (Judith 1814; Der Käfig 1816; Romulus und Remus 1816); Melodramen (Pyramus und Thisbe 1800; Isaac 1812); Parodie Die Büchse der Pandora 1818 (darin Das ist alles eins [s. Abb.], auch als Mir ist alles eins heute noch bekannt); Ouvertüre zu Schillers Braut von Messina; Kirchenmusik; Kammer- u. Klaviermusik; Chöre u. Lieder (NA: Die Verlassene an ihr Kind in DTÖ 79 [1935]).
Literatur
NGroveD 9 (2001); E. Alberti-Radanowicz in StMw 10 (1923); MGG 4 (1955, mit WV); Riemann 1972; ÖBL 1 (1957); Kosch 1 (1953); I. Ritter v. Seyfried in Allg. musikal. Ztg. mit bes. Rücksicht auf den öst. Kaiserstaat 49 u. 50 1819; NA: MusAu 3 (1982); MGÖ 2 (1995); EitnerQ 4 (1901).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Fuss (Fuß; Fusz), Johann Evangelist (János)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 17/12/2001]