Gall, Jan Karol (Johann)
* 18.8.1856 Warschau, † 30.10.1912 Lemberg/Galizien (L’viv/UA). Komponist, Dirigent und Kritiker. Studierte Klavier und Musiktheorie in Krakau/Galizien (Kraków/PL); weitere Studien am Wiener Konservatorium (bei Franz Krenn) und in München bei Joseph Gabriel Rheinberger; 1879–81 in Krakau; 1882 Chorleiter in Leipzig, in Weimar Bekanntschaft mit F. Liszt; 1883 für Gesangsstudien in Italien (u. a. bei Francesco Lamperti in Mailand); ab 1884 Direktor des galizischen Musikvereins in Lemberg (Galizien); ab 1888 in Dresden und Leipzig; 1890–95 lehrte er Musikgeschichte, -theorie und Sologesang am Krakauer Konservatorium; ab 1895 in Breslau/Schlesien (Wrocław/PL) Gesangslehrer und Dirigent des Musikvereins; ab 1896 Dirigent der Chorvereinigung Echo in Lemberg; in Polen v. a. als Liedkomponist populär.
Schr: Kritiken in Nowa reforma, Gazeta Lwowska, General Anzeiger und Wiek nowy.
W: Chöre (darunter Bearbeitungen polnischer, slowakischer, rumänischer, ungarischer, russischer, italienischer und japanischer Volkslieder für Männerchöre); Sololieder, Terzette und Quartette; komische Opern (Viola; Frasquita; Lili, Lala, Lola).
Lit: NGroveD 9 (2001); MGG 4 (1955); J. Reiß, Die schönste von allen ist die polnische Musik 1948; S. Schmidt in Monatsschrift Sängerleben 1951.


BB  
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/03/22 09:10:07 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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