Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Gattermeyer, Gattermeyer, true Heinrich
* 1923-07-099.7.1923 Sierning/OÖ, † 2018-07-055.7.2018 Wien. Komponist und Musikpädagoge. Sohn des Mundartdichters Karl G. (1891–1975). Nach Kriegsdienstleistung 1945–50 Studium an der MAkad. in Wien (Schulmusik, Komposition bei A. Uhl, Klavier bei H. Weber und B. Seidlhofer, Dirigieren bei F. Grossmann) und an der Univ. Wien (Germanistik; Lehramtsprüfung 1948/49). 1946–69 unterrichtete G. an Wiener Gymnasien, 1964–90 Tonsatz, Instrumentenkunde und Dirigieren an der Musikhochschule in Wien (1977 o. Prof.). G. wirkte auch als Chorleiter, 1947–49 an St. Peter (neben A. Reiman), 1955–62 an der Rosenkranzkirche (Wien XII) und 1960–73 beim Wiener Schubertbund. 1973–84 war er Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik, 1980–90 in leitender Funktion (1984–90 Präsident) der Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger. 1992–2001 war G. Präsident des Österreichischen Komponistenbunds (seitdem Ehrenpräsident) und 1996–2005 auch des Dommusikvereins St. Stephan. In seinen dem „Spielbaren“ verpflichteten, meist über Auftrag entstandenen überaus zahlreichen Kompositionen sind für G. Tonalität und Atonalität keine Gegensätze, er verwendet z. T. auch Tonreihen im Stil von J. M. Hauer und legt einen Schwerpunkt auf den rhythmischen Aspekt. Seinen musikalischen Nachlass hat G. schon zu Lebzeiten der Musiksammlung der ÖNB übergeben.
Ehrungen
Kompositionspreis der Wiener MAkad. 1952; Ehrenchormeister der Meidlinger Liedertafel 1961; Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1964; Förderungspreis der Stadt Wien 1971; Komturkreuz des päpstlichen Silvesterordens 1972; Ehrenchormeister des Wiener Schubertbundes 1974; Landeskulturpreis Oberösterreich 1980; Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich 1982; Preis der Stadt Wien (Kategorie Musik) 1982; Großer Tiroler Adler-Orden 1983; Smetana-Orden der ČSSR 1985; Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold 1988; Großes Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich 1992; Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Musik 1993; Ehrenmitglied des Österreichischen Komponistenbundes 2001; Kulturmedaille des Landes Oberösterreich 2005; Heinrich-Gleißner-Preis 2006; weiters polnische, bulgarische und portugiesische Auszeichnungen.
Schriften
Vier Fragen an die Komponisten in ÖMZ 36 (1981); Das Phänomen der Musikstadt Eferding in OÖKulturbericht 38 (1984); Der Ton-Dichter in O. Kolleritsch (Hg.), Zum Verhältnis von zeitgenössischer Musik und zeitgenössischer Dichtung 1988; musikpädagogische Schriften.
Werke
Fabel-Oper Asinus Rex 1955; szenische Ballade Kirbisch 1987; Orchester- und konzertante Werke; Kammermusik (3 Streichquartette); Klaviermusik; Vokalwerke (Oratorien, Messen, Lieder etc.); Musik für Film u. Fernsehen.
Literatur
G. Szeless, H. G. 2013; NGroveD 9 (2001); MaÖ 1997; Musikalische Dokumentation H. G. (mit WV) 1987; Who is who in Öst. 1997; J. Unfried in SK 15/4 (1968); MiÖ 1989; Goertz 1979, 1989 u. 1994 (mit WV); SK 55/3 (2008), 137; MGÖ 3 (1995); http://www.musiktheater.at (11/2011); http://de.wikipedia.org/ (7/2018).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Gattermeyer, Heinrich‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 13/07/2018]