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Gericke, Gericke, true Wilhelm
* 1845 -04-1818.4.1845 Schwanberg/St, 1925 -10-2727.10.1925 Wien. Dirigent und Komponist. 1862–65 Schüler von S. Sechter und F. O. Dessoff am Wiener Konservatorium; 1865 Theaterkapellmeister in Laibach; an verschiedenen Provinzbühnen (u. a. 1868 am Stadttheater von Linz, wo er seine ersten Werke für die Liedertafel Frohsinn schrieb); 1874 Kapellmeister an der Wiener Hofoper; dirigierte 1875 die UA.en von K. Goldmarks Die Königin von Saba und von Rich. Wagners Tannhäuser in der Pariser Fassung; 1880–84 dirigierte er auch die Gesellschaftskonzerte (Gesellschaft der Musikfreunde) und leitete den Singverein; 1884–89 Dirigent des Boston Symphony Orchestra, das er zu einem führenden amerikanischen Orchester umgestaltete; kehrte 1889 nach Wien zurück; leitete 1890–95 als artistischer Direktor des Musikvereins wieder die Gesellschaftskonzerte; übersiedelte nach Dresden; 1898–1906 wieder Leiter der Bostoner Symphoniekonzerte; abermalige Rückkehr nach Wien. G. setzte sich in Wien wie in Amerika für die Werke A. Bruckners ein.
Gedenkstätten
Gedenktafel am Haus Hauptplatz 7 in Schwanberg.
Werke
Operetten (Schön Hannchen); Ouvertüre; Requiem; Klavier- und Kammermusik; Lieder.
Literatur
NGroveD 9 (2001); Czeike 2 (1993); BrucknerH 1996; ÖBL 1 (1957); StMl 1962–66; MGÖ 3 (1995); E. Bienenfeld in NFP 13.6.1936; J. N. Burk in MQ 31 (1945).

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Gericke, Wilhelm‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]