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GieseckeGiesecketrue (Gieseke), Karl Ludwig Ritter von (eig. Johann Georg Metzler, auch G., Jutta)
* 1761 -04-066.4.1761 Augsburg/D, 1833 -03-055.3.1833 Dublin. Tänzer, Schauspieler, Dramatiker, Theaterdirektor, Librettist und Mineraloge. Studierte Mineralogie und Jura in Göttingen; ab 1783 als Wanderschauspieler in Bremen, Mainz, Frankfurt a. M. und Augsburg tätig; kurze Zeit im Dienst des Fürsten Nikolaus Esterházy; spielte 1788 in Linz, dann in Graz; 1789–1800 bei E. Schikaneder im Wiener Freihaustheater hauptsächlich als Bühnendichter beschäftigt (schrieb über 20 Altwiener Volkskomödien), bearbeitete und übersetzte eine Reihe von Opernlibretti (irrtümlich wurde ihm mitunter auch das Libretto zu W. A. Mozarts Zauberflöte zugeschrieben; G. spielte bei der UA 1791 den ersten Sklaven); in Wien Mitglied der Freimaurerloge Zur neugekrönten Hoffnung und der Ludlamshöhle, wandte sich in der Folge der Mineralogie zu; arbeitete 1806–13 für die dänische Handelskompagnie in Grönland, worüber er einen Reisebericht verfasste; erforschte in mineralogischer Hinsicht neben Grönland auch Dänemark und Schweden; ab 1813 Prof. für Mineralogie an der Univ. in Dublin.
Werke
dt. Bearbeitung von Mozarts Le nozze di Figaro (Figaros Hochzeit) und Così fan tutte (Die Schule der Liebe); Opernlibretti (La pastorella nobile [M: Emmanuele Guglielmi], Die Pfaueninsel [M: M. Stegmayer u. J. R. v. Seyfried]); Travestien, Ritterstücke.
Literatur
Riemann 1 (1972); Kosch 1 (1953); Ulrich 1997; Bauer 1955; E. Castle, K. L. Metzler v. G. 1946; E. Komorzynski, Emanuel Schikaneder 1901; O. E. Deutsch in Mf 5 (1952); O. Rommel, Die Alt-Wiener Volkskomödie 1952, 512.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Giesecke (Gieseke), Karl Ludwig Ritter von (eig. Johann Georg Metzler, auch G., Jutta)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 26/06/2002]


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Weiterführende Literatur (OBVSG)
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Giesecke
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