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Giessel, Giessel, true Alexander OFMConv
* 1694 -03-1818.3.1694 Troppau/Schlesien (Opava/CZ), 1766 -06-1212.6.1766 Wien. Organist, Bassist und Regens chori. Trat in Troppau in das Minoritenkloster ein (1713 Profess); anschließend in Wels und Wien, wo er bis zu seinem Tode blieb; 1717 Priesterweihe; 1721 Magister der Theologie; 1723 Novizenmeister, Organist und Bassist an der Wiener Minoritenkirche (Wien I); ab 1726 Regens chori; befreundet mit Got. Muffat und K. G. Reutter; gehörte wahrscheinlich zum Schülerkreis von J. J. Fux. G. legte nach dem Vorbild A. Kirchers in Rom eine Sammlung von Kunstwerken und naturwissenschaftlichen Objekten (interessierte dafür auch Kaiser Franz I. Stephan) sowie eine Bibliothek und Musikaliensammlung (wichtig hinsichtlich Musik für Tasteninstrumente) an. Stilistisch geht er von Fux aus. Als österreichischer Minoritenkomponist ist er ähnlich bedeutend wie B. Czernohorsky in Böhmen oder G. B. Martini in Italien.
Werke
Messen u. andere Kirchenmusik.
Literatur
MGG 16 (1979); F. W. Riedel in SK 16 (1969).

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Giessel, Alexander OFMConv‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]