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Gillespie, Gillespie, true Dana (eigentl. Richenda Antoinette de Winterstein Gillespie)
* 1949 -03-3030.3.1949 Woking bei London. Britische Blues- und Rocksängerin sowie Schauspielerin. G. nahm den ersten von mittlerweile fast vierzig Tonträgern bereits als Fünfzehnjährige, begleitet von dem britischen Folkgitarristen Donovan, auf. In den 1970er Jahren gehörte sie, teilweise produziert von ihrem Schulfreund David Bowie, der britischen Glam-Rock-Szene an, ab Anfang der 1980er Jahre wandte sie sich hauptsächlich dem Blues und Boogie Woogie zu, experimentierte aber teilweise auch mit orientalischer Musik. Bekannt wurde sie v. a. durch vom Blues geprägte Rocksongs, deren meist zweideutigen Texte (Move Your Body Close to Me) sie zumeist selbst verfasste. 1997 begleitete sie Bob Dylan – mit dem sie seit Jugend befreundet ist – auf seiner Großbritannien-Tournee. Ab Anfang der 1980er Jahre lebte G. über ein Jahrzehnt lang teilweise in Wien, wo sie mit den Stars of Boogie Woogie, dem deutschen Boogie-Pianisten Axel Zwingenberger, v. a. aber mit der österreichischen Mojo Blues Band und dem Trio des österreichischen Pianisten J. Palden zusammenarbeitete und auf Blue Danube Radio elf Jahre lang die Sendung Globe Trotting with G. moderierte.

In England trat G. auch als Schauspielerin und Sängerin in Musicals (Jesus Christ Superstar, Tommy) auf und war auch als Filmschauspielerin tätig; so spielte sie z. B. die Rolle der A. v. Mildenburg in Ken Russels Film Mahler (1974), bei dem sie auch an der Filmmusik mitarbeitete. Seit Mitte der 1990er Jahren tritt G. als Sängerin mit ihrer D. G. Bluesband v. a. in der britischen Bluesszene in Erscheinung (mehrfache Auszeichnung als Top British Female Blues Vocalist) und organisiert seit 1995 das jährliche internationale Bluesfestival auf der Karibikinsel Mustique. Unter dem Pseudonym „Third Man“ produziert G. außerdem Musik im indischen Stil, die sie in Sanskrit singt.


Werke
W (u. a.): Weren’t Born a Man 1973; Mojo Blues Band and the Rockin’ Boogie Flu 1981; Move Your Body Close to Me 1986; (gem. m. J. Palden) Boogie Woogie Nights 1991; (gem. m. J. Palden) Big Boy 1992; Experienced 2000; Staying Power 2003; These Blue Nights 2006; Live with the London Blues Band 2007.
Literatur
Blues Life (Journal) 1978–95; http://www.dana-gillespie.com (11/2011); http://de.wikipedia.org/ (11/2011).

Autor(en)
Peter Stachel
Empfohlene Zitierweise
Peter Stachel, Art. „Gillespie, Dana (eigentl. Richenda Antoinette de Winterstein Gillespie)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 12/12/2011]