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Ginter Ginter true (Ginder, Gindter, Günther), Adam Franz
get. 4.10.1661 Wien, † 1706 -06-1616.6.1706 Wien. Sänger und Komponist. Sohn von „Hans Adam Ginter, ein Gastgeb“. War einer der wenigen nicht aus Italien stammenden Kastraten und von Oktober 1675 bis zu seinem Tod als Sopranist „Franzel“ Mitglied der kaiserlichen Hofmusik. 1694 besaß er ein Haus in Wien. Er sang in zahlreichen musikdramatischen Werken und ist auch als Komponist von Lautenstücken bekannt. J. J. Fux legte seiner Missa Sanctissimae Trinitatis ein von G. stammendes Subjekt zugrunde, J.-A. de Saint Luc schrieb ein Tombeau auf seinen Tod.
Werke
Lautenstücke in den Tabulaturen Wien 17706 (Ergänzung), ehem. Raudnitz XL 6 und Ebenthal; Gitarrenstücke in der Gitarrenhs. ehem. Raudnitz XLb 211. – NA: 1 Sarabande in DTÖ 50 (1918); 1 Suite in Erbe deutscher Musik II: Alpen- und Donau-Reichsgaue 1 (1942).
Literatur
Knaus 1969; D. A. Smith in Early Music 10 (1982); H. Seifert in StMw 38 (1987); K. Schütz, Musikpflege an St. Michael in Wien 1980; J. Tichota in Acta Universitatis Carolinae – Philosophica et Historica 2 (1965); E. Maier in TMA 8 (1974); StMl 1962–66; – Wien, Domarchiv St. Stephan; Hofkammerarchiv, Hofzahlamtsbücher und Hofquartierbücher.


Denkbare verwandtschaftliche Beziehungen A. F. Ginters zu dem Tanzmeister der steirischen Landschaft Johann Karl Ginder (begr. 5.1.1703 Graz) sind nicht untersucht.

Ein Carl (Carolus) Günther (Gint[h]er) (* 1663, † nach 1676) war von August 1663 bis ca. 1676 Organist an der Pfarre St. Michael in Wien.


Literatur
MGÖ 1 (1995); K. Schütz, Musikpflege an St. Michael in Wien 1980.

Autor(en)
Herbert Seifert
Empfohlene Zitierweise
Herbert Seifert, Art. „Ginter (Ginder, Gindter, Günther), Adam Franz‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 26/12/2001]