Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Glatter-Götz, Glatter-Götz, true Familie
Orgelbauer

Josef I. von G.-G.: * 17.11.1880 Jägerndorf/Österr.-Schlesien (Krnov/CZ), † 23.2.1948 Schwarzach/V. War im Ersten Weltkrieg Oberstleutnant und zuletzt Militärattaché in der Türkei. Wurde am 28.5.1920 Betriebsleiter in der Orgelbauanstalt Gebrüder Rieger in Jägerndorf. Nach Orgelbaulehre und Meisterprüfung übernahm er am 17.11.1924 diese 1845 gegründete Orgelbauanstalt. Am 8.5.1945 Enteignung des Betriebes. Flucht und Übersiedlung nach Schwarzach/V. Seine Söhne

Egon von G.-G.: * 24.6.1911 Jägerndorf, † 8.9.1940 (gefallen). Orgelbauerlehre im elterlichen Betrieb, technisches Studium in Breslau (Wrocław/PL) und Berlin. Seit 1936 Teilhaber der Gebrüder Rieger in Krnov.

Josef II. (von) G.-G.: * 15.12.1914 Jägerndorf, † 1.5.1989 Schwarzach. Orgelbauerlehre im elterlichen Betrieb, technisches Studium in Breslau und Berlin, Dipl.-Ing. Seit 1936 Teilhaber der Gebrüder Rieger in Krnov. 1945/46 Betriebsleiter in der Orgelbaufirma Kemper in Lübeck. 1946 Neugründung der Firma Rieger-Orgelbau in Schwarzach.


Ehrungen
Großes Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg; Päpstlicher Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“; Ritter v. Gerstner-Medaille; Ritter des Alten Ordens vom Hl. Georg.


Dessen Söhne

Caspar G.-G.: * 1.3.1945 Boltenhagen/D. Orgelbaulehre im elterlichen Betrieb, dann Wanderjahre bei Kern, Beckerath und Kuhn. 1968–93 Betriebsleiter der Firma Rieger-Orgelbau in Schwarzach, Neuaufbau und Organisation des Betriebes ab 1969. 1988–94 Präsident der ISM (International Society of Organbuilders), seit 1993 Mitbegründer der Firma Glatter-Götz-Orgelbau GmbH in Owingen/D zusammen mit Heinz Kremnitzer. Hat eine eigene Werkstätte in Überlingen am Bodensee/D.

Raimund: * 1.1.1948 Dornbirn/V. Orgelbauer, Liedermacher, Musiker. Ausbildung an der Wr. MAkad. sowie Ausbildung zum Orgelbauer bei Johannes Klais in Bonn/D; Studium von Innenarchitektur und Industriedesign in Wien. Seit 1977 als freischaffender Orgeldesigner in der eigenen Orgelbaufirma tätig. Schon während der Schulzeit Mitglied mehrerer Tanzkapellen. Bedeutung als Interpret und Komponist erlangte er mit seinem Bruder Christoph als Montfort Minstrels in den 1970er Jahren mit eigenen lyrischen Liedern. Wirkte 1995 als Orgelbau-Berater im Film Schlafes Bruder mit. Seit 1995 auch politisch tätig.


Werke
Die Welt in der man sich versteht; Wenn du heute kommst; Sag wo wirst du sein; Sag woher weht der Wind.


Christoph: * 9.12.1951 Dornbirn: Orgelbaulehre bei Marcussen in Dänemark, 1977–2003 Geschäftsführer der Firma Rieger (seit 1995 Eigentümer). 1995 Mitwirkung als Orgelbau- Berater im Film Schlafes Bruder. 2003 übernahm Wendelin Eberle (* 1963) die Firma als Geschäftsführer und Gesellschafter.


Literatur
MGG 11 (1963, Rieger); Honegger/Massenkeil 7 (1992, Rieger); ISO-Information 1 (1969), 8; 5 (1985) 5f.; 28 (1988), 65; 30 (1989), 50 f.; 100 Jahre Bund Deutscher Orgelbaumeister, 1991, 279f.; H. Fischer/Th. Wohnhaas, Lex. süddeutscher Orgelbauer 1994; Lang 1986 (Raimund); LdM 2000; K. Schütz in Österr. Orgelforum 1989/1-2;http://www.gg-organs.com; http://www.rieger-orgelbau.at; http://www.imdb.com; http://vorarlberg.gruene.at (jeweils 11/2011).

Autor(en)
Gottfried Allmer
Vera Charvat
Empfohlene Zitierweise
Gottfried Allmer/Vera Charvat, Art. „Glatter-Götz, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 27/12/2001]