Grefinger (Graefinger, Gräffinger, Greffinger), Wolfgang
* zw. 1470/80 Krems/NÖ?, † nach 1515 (Ort?). Komponist, Organist. Um 1494 Schüler von P. Hofhaimer in Innsbruck. Übersiedelte Anfang des 16. Jh.s nach Wien und wurde Organist an St. Stephan. Ab 1509 Studium an der Univ. Wien. Seine Kompositionen waren sehr beliebt und wurden bis zur Mitte des 16. Jh.s mehrmals gedruckt. Seine Tenorlieder stehen stilistisch zwischen den Werken von E. Lapicida und Arnold von Bruck.
W: Psalterium pataviense antiphonis, responsoriis, hymnisque in notis musicalibus 1512; Cathemerinon: hoc est Diurnarum rerum opus varium 1515; geistliche und weltliche mehrstimmige Lieder. – NA: Das deutsche Gesellschaftslied in Österreich von 1480–1550, hg. v. L. Nowak in DTÖ 72 (1930).
Lit: NGroveD 10 (2001); ÖL 1995; Personenlex. Öst. 2001; L. Nowak in StMw 17 (1930); O. Gombosi in Acta mus. 9 (1937).


AH  
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/03/22 09:10:19 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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