Grengg, Karl Borromäus Franz
* 16.3.1853 Graz, † 7.10.1914 Graz. Sänger (Bass und Bassbariton). Studierte zunächst Jus in Prag, dann Gesang in Graz, wo er 1874 debütierte. G. sang 1877–82 in Zürich, Nürnberg und Prag, ging 1882 nach Leipzig und war 1889–1902 Mitglied der Wiener Hofoper. Hier war er besonders in den großen Partien der Opern Rich. Wagners erfolgreich, was auch 1891–97 zu Engagements bei den Bayreuther Festspielen und zu Gastspielen nach München, Stuttgart, Berlin, Weimar und London führte. Weitere wichtige Rollen waren u. a. Sarastro in Zauberflöte, Figaro in Nozze di Figaro und Rocco in Fidelio. Nach einem Schlaganfall 1902 zog er sich nach Graz zurück.
Lit: K-R 1997; ÖBL 2 (1959); [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 84; Kosch 1 (1953); StMl 1962–66; Eisenberg 1903.


UH  
[ Zuletzt aktualisiert: 2012/01/25 16:20:58 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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