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Gruberová, Gruberová, true Edita
* 1946 -12-2323.12.1946 Rača bei Bratislava/SK. Sängerin (Sopran). Gesangsstudium am Pressburger Konservatorium. Debüt 1968 als Rosina (G. Rossini, Il barbiere di Siviglia) in Pressburg. 1970 Debüt als Königin der Nacht an der Wiener Staatsoper. 1971 Übersiedlung nach Wien (weiterer Unterricht beiR. Boesch), ab 1972 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Beginn der Weltkarriere als gefeierter Koloratursopran mit zahlreichen Platten- und CD-Einspielungen. 1974 Debüt in Glyndebourne/GB, 1977 an der Metropolitan Opera in New York und bei den Salzburger Festspielen, 1984 an Covent Garden London, 1987 an der Mailänder Scala. 1985 Übersiedlung nach Zürich.

Zusammenarbeit mit den bedeutendsten Dirigenten wie K. Böhm, H. v. Karajan, C. Kleiber, Giuseppe Sinopoli, N. Harnoncourt, S. Ozawa, Sir G. Solti, Kurt Masur. Pflege v. a. des deutschsprachigen sowie slawischen Liedrepertoires mit dem Klavierbegleiter Friedrich Haider. Von der internationalen Musikkritik als Marksteine des Koloraturgesangs gepriesen wurden die Rollen der Königin der Nacht, Zerbinetta, Olympia, Rosina sowie Lucia di Lammermoor. Weitere Glanzrollen sind Oscar, Donna Anna, Rosalinde, Konstanze, Giunia (Lucio Silla), Gilda, Violetta Valery, Norina sowie herausragende Interpretationen des italienischen Belcantorepertoires wie Giulietta (Vincenzo Bellini, I Capuleti ed i Montecchi), Elvira (Bellini, I Puritani), Queen Elizabeth I (G. Donizetti, Roberto Devereux), Linda di Charmounix, sowie Amina (Bellini, La Sonnambula). G. setzte sich für die Aufführung unbekannter Opern von Donizetti und Bellini ein und ist Sonderbotschafterin der Schweizer Freunde der SOS-Kinderdörfer.

Als Rezeptionskonstante kann die einhellige Einschätzung als bedeutendste Koloratursopranistin der letzten drei Jahrzehnte des 20. Jh.s angesehen werden sowie die allgemeine Bewunderung des schauspielerischen, insbesondere komödiantischen Talents der Sängerin.


Ehrungen
Franco-Abbiati-Kritikerpreis, Sir Laurence Olivier Award, Bellini d'oro für hervorragende Gesangsleistungen, Ehrendoktorwürde der Academy of Music and Dramatic Arts Bratislava, Orden des weißen doppelten Kreuzes 1997, Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst 1999, Echo Klassik (1999, Sängerin des Jahres; 2005, Operneinspielung des Jahres), Merkur-Theaterpreis 2004, Großes Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich (2005), Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (2009); Herbert-von-Karajan-Musikpreis 2013.
Literatur
NGroveD 10 (2001); Opernlexikon 1989; H. Matheopoul, Diva – Leben und Rollen großer Opernsängerinnen 1991; N. Rishoi, E. G. 1996; D. Scholz, Mythos Primadonna 1999; www.gruberova.com; de.wikipedia.org; en.wikipedia.org; http://oe1.orf.at; www.schneider-mc.de (jeweils 11/2011); www.orf.at (3/2013).

Autor(en)
Harald Haslmayr
Empfohlene Zitierweise
Harald Haslmayr, Art. „Gruberová, Edita‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 17/03/2013]