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Gsur, Gsur, Tobias: Familie
Tobias: * 1724-12- 55.12.1724 Gettsdorf/NÖ, † 1794-05-2020.5.1794 Wien. Komponist, Kirchenmusiker, Sänger (Bass). War 1752, bei seiner Verehelichung mit Franziska Huetterin, einer Tochter des Dommusikers Josef Matthias Huetter (* ca. 1688 [Ort?], † 8.2.1750 Wien), bereits Musiker an St. Stephan (hier noch 1767 tätig), 1755–59 ist er als Hof(kammer)musiker nachweisbar und spätestens ab 1767 (bis zu seinem Tod) war er Bassist an der Hofmusikkapelle. Daneben bis zu seinem Tod 1794 Chorregent an der Schottenkirche (Nachfolger: J. Eybler), wo er lt. Eitner bereits 1750 tätig gewesen sein soll. 1771–94 gehörte er der Tonkünstler-Sozietät an. Seine Tochter Johanna (* 10.2.1758 Wien) war mit P. Fuchs verheiratet, seine beiden Söhne (Taufpate jeweils L. Christian) Franz Xaver (* 15.6.1755 Wien, † 19.4.1803 Wien; 1794 pensionierter Pfarrer von Gießhübl/NÖ) und Leopold (* 18.7.1756 Wien, † 26.1.1813 Bockfließ/NÖ; 1784–1808 Pfarrer in Mödling) wurden Priester.
Werke
zahlreiche Kirchenwerke (Messen, Requiem, Gradualien etc.; s. Abb.).


Seine Neffen

Johannes Karl: * 20.10.1734 Oberhollabrunn/NÖ, † 21.6.1798 Wieden (Wien IV). Sänger (Bass). Sohn des Schneidermeisters und Ratsbürgers Jacob G., einem Bruder von T. G. Heiratete 1767 in Wien (Trauzeuge: T. G.), war zu diesem Zeitpunkt bereits Bassist an der Schottenkirche, wo er noch – wie auch an St. Dorothea und St. Anna – um 1783 wirkte. 1771–98 war auch er Mitglied der Tonkünstler-Sozietät.

Constantin OCist (Johann Georg): * 29.3.1743 Oberhollabrunn, † 21.9.1811 Wiener Neustadt/NÖ. Kirchenmusiker, Geistlicher. War um 1776 Chorregent im Wiener Neustädter Neukloster der Zisterzienser. 1792–98 Pfarrer in Würflach/NÖ, danach wieder im Stift tätig.


Werke
Kirchenmusik.


Karls Tochter

Catharina Josepha: * 5.3.1768 Wien, † nach 20.2.1788 (Ort?). Sängerin. Trat am 8. und 9.4.1786 in einer Akademie der Tonkünstler-Sozietät in C. Ditters v. Dittersdorfs Oratorium Giobe als Solistin (neben K. Cavalieri, M. A. Orsler, J. V. Adamberger, Vincenzo Calvesi, St. (oder P.) Mandini) auf. Wahrscheinlich ist sie identisch mit jener „Mlle. Xur“, die am 20.2.1788 in einer Akademie zugunsten von A. Stadler sang.


Literatur
EitnerQ 4 (1900); C. F. Pohl, Denkschrift aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der Tonkünstler-Societät 1871; O. Biba in Jb. f. österr. Kulturgesch. I/2 (1971); Köchel 1869; B. C. MacIntyre, The Viennese Concerted Mass 1984; Erhart 1998; A. Niemetz, 800 Jahre Musikpflege in Heiligenkreuz 1977; M. Lorenz, Antonio Salieri’s Early Years in Vienna (http://michaelorenz.blogspot.co.at, 11/2013); H. Strebel, Anton Stadler: Wirken u. Lebensumfeld des „Mozart-Klarinettisten“ 2016; Wienerisches Diarium 24.2.1759, 6.6.1770, 22.3.1777, 29.3.1777; WStLA: G. Gugitz, Auszüge aus dem TBP 18. Jh. [Archivbehelf]; G. Gugitz, Auszüge über Persönlichkeiten des Wr. Kulturlebens [Archivbehelf]; Verlassenschaftsabhandlung 352/1794; TBP 1794; Portheim-Kat.); Tauf-, Trauungs- und Sterbebuch 1682–1742 der Pfarre Frauendorf an der Schmida, fol. 18v u. 21v; Taufbuch 1684-1754 der Pfarre Gettsdorf, pag. 192; Trauungsbuch 1714–49 der Pfarre Hollabrunn, fol. 41v; Taufbuch 1723–48 der Pfarre Hollabrunn, fol. 71r u. 120v; Trauungsbuch 1748–52 der Schottenpfarre (Wien I), fol. 269r; Trauungsbuch 1765–69 der Schottenpfarre, fol. 123v; Taufbuch 1750–57 der Schottenpfarre, fol. 185v, 244v, 298v; Taufbuch 1757–63 der Schottenpfarre, fol. 14r; Taufbuch 1763–67 der Schottenpfarre, fol. 227r; Taufbuch 1767–72 der Schottenpfarre, fol. 32r; Sterbebuch 1795–1812 der Pfarre St. Karl (Wien IV), fol. 56.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Gsur, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 10/08/2018]