Haebler, Ingrid
* 20.6.1929 Wien. Pianistin. Studium am Mozarteum in Salzburg, der Wiener MAkad. (bei Paul Weingarten), dem Konservatorium in Genf (bei Nikita Magaloff) und bei Marguerite Long in Paris. Ihr Konzertdebüt feierte sie im Alter von 11 Jahren in Salzburg, ab Mitte der 1950er Jahre gewann sie zahlreiche Interpretationspreise und gastierte an allen bekannten Häusern und bei Festivals. Bekannt wurde sie v. a. als Interpretin der Werke von W. A. Mozart und Fr. Schubert, aber auch J. Haydn, L. v. Beethoven und J. S. Bach; zahlreiche Platteneinspielungen steigerten ihren Bekanntheitsgrad. Bewundert wurde ihr natürlicher Stil und ihre Musikalität, wenngleich ihre Interpretationen nach den Richtlinien der historischen Aufführungspraxis als veraltet anzusehen sind. 1969–71 lehrte H. an der MHsch. Mozarteum in Salzburg.
P: Lotte-Lehmann-Medaille der Mozarteum-Gesellschaft 1947; zweimal 2. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb in Genf 1951 und 1952; 1. Preis beim ARD-Wettbewerb in München 1954; 1. Preis beim Schubert-Wettbewerb 1954; Harriet Cohen Beethoven Medaille 1957; Wiener Mozart-Medaille 1971; Medaille des Salzburger Mozarteums 1980; Ehrenmedaille der Stadt Wien 1986; Prof.-Titel 2000.
Lit: NGroveD 10 (2001); Personenlex. Öst. 2001; ÖL 1995; Salzburger KulturL 2001; http://de.wikipedia.org; http://www.bach-cantatas.com; http://www.koelnklavier.de; http://www.klassik-heute.com (jeweils 11/2011).


ETH  
[ Zuletzt aktualisiert: 2012/02/08 10:22:43 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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