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Harden, Harden, true Maximilian Felix Ernst (eig. Witkowski, Pseud. Apostata, Kent)
* 1861 -10-2020.10.1861 Berlin, 1927 -10-3030.10.1927 Montana-Vermola/CH. Publizist und Schriftsteller. Musste auf Wunsch seines Vaters das Gymnasium abbrechen und mit 13 Jahren eine Lehre als Kaufmann beginnen, floh jedoch zu seiner Mutter und schloss sich einer Wandertruppe von Schauspielern an, mit denen er 10 Jahre durch Deutschland zog. Ab 1888 schrieb H. für deutsche und ausländische Blätter (u. a. Berliner Tagblatt, Deutsche Morgenpost). 1892 gründete er die politische Wochenschrift Die Zukunft, die bis 1922 unter seiner Leitung stand und zu einem der wichtigsten meinungsbildenden Organe des wilhelminischen Deutschland wurde; H.s gezielte Polemiken und gesteuerte Skandale wurden von K. Kraus in der Fackel heftig angegriffen. Bis 1914 ein Vertreter des Imperialismus, wurde H. durch die Ereignisse des Ersten Weltkriegs zum Pazifisten und Gegner des Nationalismus. 1922 durch ein Attentat schwer verletzt, zog sich H. in den letzten Lebensjahren in die Schweiz zurück. H., der mit M. Reinhardt befreundet war und ihm als Berater zur Seite stand, war 1889 maßgeblich an der Gründung der Freien Bühne und des Deutschen Theaters in Berlin beteiligt.
Literatur
NDB 7 (1966); DBE 4 (1996).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Harden, Maximilian Felix Ernst (eig. Witkowski, Pseud. Apostata, Kent)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 27/05/2003]