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Heimerich Heimerich true (Heimrich, Heimbrich, Heinrich), Martin Andreas
get. 12.11.1762 Zwittau/Mähren (Switavy/CZ), † 1813 -10-1010.10.1813 Graz. Komponist und Pädagoge. Musikalische Ausbildung und kompositorische Anfänge M. H.s, des Sohnes eines Tuchmachermeisters, sind bislang (2002) unbekannt. Erstmals nachweisbar ist der Komponist in den Jahren 1795–97 als Adituus des Schulmeisters sowie als Mesner und Organist im steirischen Judenburg. Als Kirchenkomponist genießt H. zu diesem Zeitpunkt bereits landesweites Renommee, der Druck seines op. 1, einer Missa solemnis in C-Dur (s. Abb.), datiert aus 1795. Um 1798 scheint sich H. endgültig in Graz etabliert und somit auch der Bühnenkomposition zugewandt zu haben: nach dem Opernerstling Die Eisenkönigin auf ein Libretto E. Schikaneders (UA: 11.9.1798) stehen bis 1800 noch zwei weitere seiner Opernproduktionen „im Stil der Marinellischen Theater“ auf dem Programm des Ständischen Nationaltheaters. Die Bühnenwerke sind nicht erhalten; überwiegend handschriftlich überliefert und über die Grenzen Österreichs hinaus verbreitet sind dagegen die zahlreichen Kirchenkompositionen des Komponisten. H. nahm bis 1812 als anerkannter Komponist (Auftrag zur Komposition der Festkantate zur Eröffnung der Abonnierten Liebhaberkonzerte – 1805) wie als erfolgreicher Pädagoge (prominenteste Schülerin: M. Pachler-Koschak) eine tragende Rolle im Musikleben der Stadt Graz ein, starb jedoch in völliger Verarmung.
Werke
10 Messen, davon op. 1 Missa solemnis in C 1795; 2 Requien, 15 Tantum Ergo, 6 Arien, 14 Litaneien, 9 Marianische Antiphonen, 8 Gradualien und 3 Offertorien; Opern (nicht erhalten): Die Eisenkönigin (UA: 11.9.1798), Der Vetter Rochus oder die dumme Unschuld (UA: 19.11.1798), Der Schusterfeyerabend (24.2.1800); Kantate in C Heil, Heil, Heil und Götter Wohlgefallen (1805); Lied für Sopran und Kl. Sehnsucht nach Ruhe (nach Joseph Aloys Süeß, 1777).
Literatur
S. Janes in MusAu 13 (1995).

Autor(en)
Susanne Janes
Empfohlene Zitierweise
Susanne Janes, Art. „Heimerich (Heimrich, Heimbrich, Heinrich), Martin Andreas‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]