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Henneberg Henneberg true (Henneberger), Johann Baptist
* 1768 -12-066.12.1768 Wien, 1822 -11-2626.11.1822 Wien. Organist, Kapellmeister und Komponist. Als Sohn des Organisten Andreas (* ca. 1731 Perschling/NÖ, † 23.6.1791 Wien) wurde er dessen Nachfolger im Schottenstift. 1790–1803 Kapellmeister und Komponist am Freihaustheater von E. Schikaneder und 1801/02 am Theater an der Wien. Leitete während W. A. Mozarts Aufenthalt in Prag die Proben zur Zauberflöte sowie spätere Aufführungen der Oper. Wegen des schlechten Gesundheitszustandes seiner Frau kaufte er 1804 eine Landwirtschaft an der ungarischen Grenze, wurde von Fürst N. Esterházy als Organist nach Eisenstadt geholt und leitete nach J. N. Hummels Entlassung 1811 auch die Opernaufführungen. Nach Auflösung der fürstlichen Kapelle und dem Tod seiner Frau ab 1814 wieder in Wien, Regens chori der Kirche am Hof und 1818–22 Nachfolger von Sebastian Öhlinger als Organist in der Hofmusikkapelle. Wurde als Komponist von Singspielen sowie geistlichen und weltlichen Gesängen geschätzt.
Werke
Singspiele, zumeist auf Texte von E. Schikaneder; gem. m. B. Schack und F. X. Gerl: Der Stein der Weisen oder die Zauberinsel 1790; Der Scherenschleifer 1795; Die Elfenkönigin 1793; gem. m. I. Seyfried und J. Haibel: Die Eisenkönigin 1793; gem. m. B. Schack und T. Gerl: Der wohltätige Derwisch 1793; gem. m. Seyfried: Die Waldmänner 1793; gem. m. A. v. Seyfried: Das Jägermädchen 1798; gem. m. Seyfried, M. Stegmayer, J. Triebensee und Josef Wölfl: Liebe macht kurzen Prozess 1798; Konrad Langbart v. Friedburg oder der Burggeist 1799; gem. m. I. Seyfried: Mina und Peru 1799; mythologische Oper Die Gigantin; Ballett Nilson e Betti nell’ Isola die Cannibali 1795; Tantum ergo (s. Abb.), 2 Kanons, Notturni a 4 voci e Fortepiano 1802; Lieder; Hymnen; Kantaten; Orchesterwerke (12 dt. Tänze mit Coda 1797; 12 Menuetti; Partita militare solenne für V., 2 Ob., 2 Fl., 2 Hrn., 2 Trp., Pk., Va., Bass u. 2 Piccoloflöten); Klavierauszüge zu Werken von J. Mederitsch-Gallus, F. X. Süßmayer und P. Winter.
Literatur
ÖBL 2 (1959); NGroveD 11 (2001); Czeike 3 (1994); MGG 5 (1956); J. Krämer, Deutschsprachiges Musiktheater im späten 18. Jh. 1998; P. Tomek, Musik an den Wr. Vorstadttheatern 1776–1825, 1989; Schottenabtei (Hg.), Die neuen Mathis-Orgeln [1995]; E. Komorzynski in MozartJb 1955.

Autor(en)
Andrea Harrandt
Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Henneberg (Henneberger), Johann Baptist‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]