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Hörbiger, Hörbiger, Paul: Familie
Paul: * 1894 -04-2929.4.1894 Budapest, † 1981 -03-055.3.1981 Wien. Schauspieler. Urenkel des Orgelbauers A. Hörbiger, Bruder von Attila H. (1896–1987) und Onkel der Schauspielerinnen Christiane und Maresa H. bzw. Elisabeth Orth. Nach seinem Debüt 1919 in Reichenberg war er 1926–40 Ensemblemitglied bei M. Reinhardt in Berlin; bis 1943 und wieder ab 1965 gehörte H. auch dem Burgtheater in Wien an. Ab 1943 Mitglied einer österreichischen Widerstandsbewegung wurde H. 1945 verhaftet. Bereits ab 1931 wandte sich H. verstärkt dem Film zu, wobei er durch die Verkörperung des „typischen Österreichers/Wieners“ hohe Popularität erreichte; der Typus, den er mit seinen Filmen schuf, prägte auch H.s weitere Theaterkarriere (v. a. Rollen in Nestroy- oder Raimund-Stücken). Auch als Interpret von Wienerliedern (gemeinsam mit seinem bevorzugten Filmpartner H. Moser) hat sich H. verdient gemacht.
Gedenkstätten
Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
Girardi-Ring 1972; Nestroy-Ring 1980; Widmungsträger von R. H. Dietrichs Wienerlied Weil mei Vater ein Weana war
Werke
W (Filme): Der Kongreß tanzt 1931; Liebelei 1933; Fiakerlied 1936; Wiener G’schichten 1940; Der Hofrat Geiger 1947; Der Engel mit der Posaune 1948; Der dritte Mann 1950; Hallo Dienstmann 1952; Lumpazivagabundus 1956 etc.
Schriften
Ich hab für euch gespielt, aufgezeichnet v. G. Markus 1979 [Autobiographie, mehrere Auflagen].
Literatur
ÖL 1995; Czeike 3 (1994); K. Weniger, Zwischen Bühne und Baracke 2008.


Sein Sohn Thomas: * 11.7.1931 Berlin, † 24.5.2011 München/D. Textdichter, Schauspieler. Vater der Schauspielerin Mavie H. (* 14.11.1979 München). Ursprünglich Maschinenbauingenieur, widmete er sich ab 1955 der Schauspielerei, später der Gastronomie mit Lokalen in Wien, Innsbruck und München. Gemeinsam mit U. Jürgens schrieb Th. H. einige Schlagertexte, darunter den österreichischen Siegertitel des Grand Prix Eurovision de la Chanson 1966, Mercie Cherie. Seine Tochter ist die Schauspielerin Mavie H. (* 14.11.1979 München).


Werke
Schlagertexte (Siebzehn Jahr, blondes Jahr; Gestern, heute, morgen; Merci Chérie; Immer wieder geht die Sonne auf); Filme (Geheimnis einer Ärztin; Symphonie in Gold; Kaiserball; Vier Mädels aus der Wachau; Dort, wo die Blumen blühn; Der schönste Tag in meinem Leben; Liebe, Mädchen und Soldaten).
Literatur
Das Lex. des dt. Schlagers 1993; www.wikipedia.org (10/2011).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher/Monika Kornberger, Art. „Hörbiger, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 31/10/2011]