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HötzlHötzltrue (Hölzl, Hölzel), Familie
Orgelbauer

Peter: * 1750/51 Grulich/Böhmen? (Králiky/CZ), † 12.9.1827 Garsten/OÖ. Soll bei einem Silbermann in Dresden/D gelernt und zuletzt nahezu sechs Jahre bei Fr. X. Chrismann gearbeitet haben. Vielleicht hat er bereits 1783 dessen Werkstatt in Garsten übernommen, jedenfalls kaufte er 1786 hier ein Haus (Rieglerhaus am Pichl Buchholz No.4, heute Buchholzstraße 11) und 1795 vollendete er Chrismanns letztes Werk in Rottenmann. Er gilt als eigentlicher Fortsetzer von dessen spätbarocker Bautradition und bedeutendster Orgelbauer der Zeit in Oberösterreich. Wie andere verfertigte er auch Clavichorde (Klavichord). Bekannt sind (z. T. noch erhaltene) Orgeln in Ober- und Niederösterreich sowie der Steiermark.


Werke
Weistrach/NÖ 1785, Behamberg/NÖ 1789, Rottenmann 1795, Adlwang/OÖ 1795, Sindelburg/NÖ 1797, Fischlham/OÖ nach 1792, Vorchdorf 1799 [siehe Abb. Originalriss], Ardagger 1804, Säusenstein/NÖ 1809, Steinbach a. d. Steyr/OÖ 1811, St. Lorenzen i. Paltental/St 1819, Weichstetten/OÖ 1820, Maria Scharten/OÖ 1821, Frauenberg b. Admont/St 1822/23.


Haus und Werkstatt übernahm sein Sohn und wohl auch Schüler

Simon Anton: * ca. 1781/82 Garsten?, † 29.4.1868 Garsten. Von ihm sind Werke aus derselben Region nachweisbar.


Werke
Gaishorn/St 1823, Windischgarsten/OÖ 1823/24, Weißkirchen b. Wels/OÖ 1824, Bad Ischl (Stadtpfarre) 1824/25, Grünau i. Almtal/OÖ 1824/25, Pinsdorf/OÖ 1826, St. Valentin/NÖ 1826/27, Kirchdorf a. d. Krems/OÖ 1829, Judenburg (Stadtpfarre) 1829, Ruprechtshofen b. Melk/NÖ 1831, St. Johann a. Tauern/St 1831, Gmunden (Stadtpfarre) 1832, Maria Neustift/OÖ 1834, Lauffen b. Ischl/OÖ 1835, (Bad) Goisern 1839, Nußdorf i. Kremstal/NÖ 1839/40, Altenmarkt a. d. Enns/St 1841, Frauenstein b. Klaus/OÖ 1846, Erla b. St. Valentin/NÖ 1850, Altschwendt/OÖ 1850, Buchkirchen b. Wels/OÖ 1851, Wartberg a. d. Krems/NÖ 1853.


Nachfolger wurde dessen Sohn

Franz: * 1826 Garsten, † 1874 Garsten. Auch er arbeitete in derselben Gegend. Ein angeblich ca. 1850 in Altenmarkt/St genannter Martin H. geht auf einen Lesefehler zurück.


Werke
Neuhaus/NÖ 1856, Garsten (Gefangenenhaus) 1856/57, St. Gotthard b. Melk/OÖ 1858, Tauplitz/St 1859, Weistrach/NÖ 1860, Garsten (ehem. Stiftskirche 1863).
Literatur
Eberstaller 1955; R. G. Frieberger, Der Orgelbau in Oberösterreich im 17. und 18. Jh. unter besonderer Berücksichtigung bestehender Instrumente 1984; MGG 7 (1958); H. Begsteiger, Garstner Hauschronik 1986; G. Allmer in Oberösterr. Heimatbll. 40 (1986); K. Sonnleithner in R. G. Frieberger (Hg.), Beiträge zum oberösterr. Orgelbau 1996; Matrikel Garsten.

Autor(en)
Karl Mitterschiffthaler
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Karl Mitterschiffthaler/Rudolf Flotzinger, Art. „Hötzl (Hölzl, Hölzel), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 30/07/2002]