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Horak, Horak, Eduard: Brüder
Eduard: * 1838-04-2222.4.1838 Holitz (Holice/CZ), † 1892-12-1616.12.1892 Riva am Gardasee (Riva del Garda/I). Klavierpädagoge. Der Sohn eines Lehrers wurde in Prag zum Lehrer ausgebildet und kam während dieser Zeit mit den neuen Erziehungsmethoden Johann Heinrich Pestalozzis und Adolph Diesterwegs in Berührung, die ihn nachhaltig prägten; H. setzte seine Ausbildung in Königgrätz fort, galt in dieser Zeit schon aus ausgezeichneter Organist und verdiente sich seinen Unterhalt durch Klavierstunden. 1867 gingen er und seine Bruder Adolf nach Wien, um am Konservatorium der GdM bei J. Dachs ihre pianistische Ausbildung abzuschließen. Im selben Jahr gründete E. eine Privat-Msch. (Horak Musikschule, heute Franz Schubert Konservatorium), an der er seine musikpädagogischen Grundsätze mit so großem Erfolg anwandte, dass H. bald drei weitere Schulen eröffnen musste (u. a. geleitet durch seinen Bruder). H. war ein entschiedener Gegner der „Einzelhaft am Klavier“ und der „excentrischen Fingergymnastik“ (Drill 1890), die den damaligen Instrumentalunterricht prägte; der Unterricht sollte die Persönlichkeit des Schülers ganzheitlich erfassen und fördern, wobei das gemeinschaftliche Erleben von Musik als wesentlicher Multiplikator dienen sollte.
Werke
3 Klavierschulen (Kinderclavierschule; Klavierschule vom ersten Anfang bis zur Mittelstufe; Der Clavierunterricht in neue natürliche Bahnen gelenkt [gem. m. Friedrich Spigl, posthum erschienen 1893]); pädagogische Klavierstücke; zahlreiche Ausgaben, Bearbeitungen und Zusammenstellungen nach pädagogischen Gesichtspunkten von gängiger Klavierliteratur.
Schriften
Heilmittel gegen die Clavierepidemie 1885; Drill oder Erziehung 1890; Musikalische Regeln für Eltern und Erzieher 1889.


Adolf: * 15.2.1850 Jankowitz (Jankovci/CZ), † 1921 Wien. Pädagoge. Ausgebildet bei J. Dachs am Konservatorium der GdM arbeitete er als Hauptlehrkraft, Schulleiter und enger Vertrauter seines Bruders in dessen Msch.n.


Literatur
E. W. Partsch (Hg.), Nicht Drill, sondern musikalische Erziehung 1992; B. Doblhammer, Eduard Horak 1838–1892. Leben und Werk, Dipl.arb. Wien 1990; Personenlex. Öst. 2001; ÖBL 2 (1959); Czeike 3 (1994).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Horak, Brüder‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]