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Horzalka Horzalka Johann: (Horzelka), Brüder
Johann: * 1796-12-066.12.1796 Triesch bei Iglau/Mähren (Třešt bei Jihlava/CZ), † 1860-09-077.9.1860 Penzing/NÖ (Wien XIV). Pianist und Komponist. Sohn des Lehrers Wenzel H. (* ca. 1769/74 Reichenau/Böhmen [Nový Rychnov/CZ], † 27.8.1835 Triesch), der seinen Söhnen den ersten Musikunterricht erteilte. Ab ca. 1807 in Wien, hier Ausbildung bei E. A. Förster (Komposition) und I. Moscheles (Klavier); 1815 trat er bereits öffentlich auf. 1832 Korrepetitor am Theater an der Wien; 1838 unternahm er eine Kunstreise nach Paris (Zusammentreffen mit N. Paganini) und London. H. gehörte zum weiteren Freundeskreis um Fr. Schubert. 1852 spielte er im Bösendorfer-Saal gemeinsam mit S. Thalberg, 1854 trat er in Brünn auf. Die 1834 begonnene Oper Sarolta scheint er nicht vollendet haben.
Ehrungen
Große Goldene k. k. österr. Verdienstmedaille.
Werke
2 Messen (s. Abb.); Klavierwerke (z. T. mit Begleitung); Bühnenmusik (Des Meeres und der Liebe Wellen von F. Grillparzer, Der Müller und sein Kind von Ernst Raupach); 1 Symphonie; Männerchöre (Ständchen [T: F. Grillparzer], Oest’reich ist schön [für den Wiener Männergesang-Verein]).


Franz: * 26.11.1798 Triesch, † 1.3.1871 Wien. Musiker, Musiklehrer, Komponist. Soll zunächst Violinist in der Kapelle von J. Lanner gewesen sein und spielte danach im Orchester des Theaters in der Leopoldstadt. Unterrichtete ab 1834 (noch 1863) als Musiklehrer an einer Mädchenschule in der Leopoldstadt (Wien II), wo er seit ca. 1816 lebte. Ca. 1860 betrieb er auch eine Gesangschule.


Werke
Ouvertüren u. Zwischenaktmusiken, Klaviermusik (erschienen bei C. A. Spina), Tanzmusik (bei Cappi & Diabelli), kleinere Kirchenmusik.


Thomas: * 1.6.1802 Triesch, † 14.7.1838 Alservorstadt (Wien IX). Lehrer. Starb als Privatlehrer im Allgemeinen Krankenhaus.

Von einem Wenzel H. erschien 1857 bei T. Haslinger eine Mazur für Klavier, von W. F. H. veröffentlichte F. Glöggl (II) eine Mazurka de Salon Souvenir de Vienne für Klavier (op. 10).


Literatur
ÖBL 2 (1959); Czeike 3 (1994); E. Hilmar/W. Bodendorff (Hg.), Franz Schubert. Dokumente 1801–1830, 2003; E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1869; Weinmann 2/23 (1983); Theater-Ztg. 21.9.1815, 279; Allgemeine Musikalische Ztg. mit besonderer Rücksicht auf den österr. Kaiserstaat 10.1.1818, 13, 23.6.1821, 396f, 6.4.1822, 219f, 20.12.1823, 814ff; Allgemeine Theaterztg. u. Unterhaltungsbl. 31.3.1825, 156, 29.1.1828, 52, 21.4.1831, 193, 9.8.1832, 635, 8.7.1834, 542, 22.9.1834, 755, 9.10.1838, 916; Sonntagsbll. 24.11.1844, 1119; Wr. Zs. 31.3.1846, 259; Der Österr. Zuschauer 18.1.1850, 120; Wr. Ztg. 26.2.1824, 204, 27.2.1828, 213, 17.7.1838, 1002, 16.5.1850, 1532, 25.3.1854, 809, 2.3.1871, 872; Neue Wr. Musik-Ztg. 14.10.1852, 181, 17.2.1853, 26, 17.2.1859, 26, 21.4.1859, 63; Die Presse 2.4.1857, 5; Bll. f. Musik, Theater u. Kunst 15.2.1859, 50; Der Zwischenakt 11.9.1860, 3, 12.9.1860, 3; Das Vaterland 13.9.1860, 2; Fremden-Bl. 15.9.1860, 3, 4.3.1871, 6; Oesterr. Buchhändler-Correspondenz 1.2.1862, 4, 10.8.1863, 3, 10.9.1867, 4; Trauungsbuch 1780–1822 der Pfarre Triesch, pag. 46; Taufbuch 1796–1806 der Pfarre Triesch, pag. 17, 52, 115; Sterbebuch 1829–45 der Pfarre Triesch, pag. 327; Trauungsbuch 1821–39 der Pfarre St. Josef (Wien II), pag. 619f; Sterbebuch 1851–71 der Pfarre Penzing, fol. 59; Sterbebuch 1838 des Alservorstadtkrankenhauses (Wien), fol. 209; Sterbebuch 1871 des Alservorstadtkrankenhauses (Wien), fol. 53; eigene Recherchen (Lehrer-Schematismen).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Horzalka (Horzelka), Brüder‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 20/11/2018]