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Huber, Huber, true Johann Paul
* 1779-12-1919.12.1779 Peuerbach/OÖ, † --nach 1856 (Ort?). Schullehrer, Organist, Musiker. Sohn des Webers Anton H. und der Catharina Grünberger. H. besuchte die Präparandie in Linz, wo er 1796 das Gehilfenzeugnis erhielt. 1802 wurde er adjustiert, das Lehrerzeugnis erhielt er 1805. 1804–15 war H. Schullehrer in Natternbach/OÖ. Hier ehelichte er am 18.6.1805 Maria Anna Wolfmayr. 1823–27 diente er in Zell bei Zellhof (heute Bad Zell/OÖ) als Schullehrer. Noch vor 1830 trat er einen Posten in Sierning/OÖ an, den er bis nach 1856 innehatte. In Sierning war er Nachfolger Joseph Fierlingers. 1836 machte H. eine umfangreiche Spende an das Museum Francisco-Carolinum in Linz, die auch zahlreiche Musikalien enthielt. Darunter befand sich J. J. Fux’ Gradus ad Parnassum in der deutschen Übersetzung von Lorenz Mitzler (1742), Meinrad Spiess’ (1683–1761) Tractatus musicus (1745), eine Abschrift von G. B. Pergolesis Stabat mater (von 1769) und der Erstdruck von W. A. Mozarts Requiem. 1832 kopierte H. drei Messen M. Haydns, die sich neben etlichen anderen Abschriften von seiner Hand in Stift Lambach befinden. Weitere Musikalien aus seinem Besitz finden sich im Bestand der Pfarrkirche Kronstorf und im Linzer Dom. Sein Bruder Alois H. war ebenfalls Lehrer.
Literatur
G. Lang, Zur Gesch. u. Pflege der Musik in der Benediktiner Abtei Lambach, Diss. Salzburg 1978, LXXXVI; Verzeichnis des Personal-Standes in den dt.en Schulen der Diöcese Linz 1838, 57, 1843, 83, 1846, 69, 1850, 70, 1856, 62; M. Wieser/K. Petermayr in Vierteltakt Nr. 2 (2016); Taufbuch der Pfarre Peuerbach Tom. VI, 336; Trauungsbuch der Pfarre Natternbach Tom. IV, 138.

Autor(en)
Klaus Petermayr
Empfohlene Zitierweise
Klaus Petermayr, Art. „Huber, Johann Paul‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 29/11/2017]