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Janowitz, Janowitz, true Gundula
* 1937 -08-022.8.1937 Berlin. Sängerin (Sopran). Aufgewachsen in Graz, dort am Konservatorium von H. Thöny ausgebildet. 1960 Debüt bei den Bayreuther Festspielen, im selben Jahr von H. v. Karajan an die Wiener Staatsoper engagiert. Gastspiele an deutschen Opernhäusern, aber auch in Graz und (seit 1963 fast alljährlich) bei den Salzburger Festspielen folgten. Ihr „klarer, bis in die höchsten Regionen ebenmäßig schöner Sopran, instrumental geführt“, brachte ihr weltweit bis zu ihrem Bühnenabschied 1990 Erfolge. Ihre Stimme entwickelte sich vom lyrischen bis zum jugendlich-dramatischen Sopran, sie sang ein umfassendes Repertoire, zu dem neben Partien aus dem deutschen Fach auch etliche aus dem italienischen sowie aus Operetten zählten. Als Konzertsängerin und (seit ca. 1970) besonders als Liedinterpretin war sie ebenso erfolgreich, zahlreiche Tonträger, aber auch Fernsehaufzeichnungen haben J.s Stimme und auch Darstellung bewahrt. In der Saison 1990/91 war sie Direktorin der Grazer Oper (unter dem Intendanten G. Brunner). 1970 hatte J. die G. J.-Stiftung zur Förderung des Sängernachwuchses gegründet; in den letzten Jahren gibt sie auch Meisterkurse.
Ehrungen
Stipendium der Grazer Rich. Wagner-Ges. 1959; Rich. Wagner-Medaille Bayreuth 1963; österr. Kammersängerin 1967; Berliner Kammersängerin 1974; Joseph-Marx-Musikpreis Steiermark 1978; Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper 1981; Österr. Ehrenkreuz für Wissenschaft u. Kunst I. Klasse 2000; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 2003.
Literatur
NGroveD 12 (2001); K-R 1997, 2000 u. 2002; Who is who in Öst. 1997; W. Sinkovicz in Die Presse 15.7.1987 u. 2.8.1997; [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 247; MGÖ 3 (1995).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Janowitz, Gundula‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 28/06/2015]

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