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JarnoJarnotrue (eig. Cohner), Georg
* 1868-06-033.6.1868 Ofen (Budapest), 1920 -05-2020. (25.?) 5.1920 Breslau (Wrocław/PL). Komponist. Sohn eines Pferdehändlers. Nach dem Musikstudium an der MAkad. in Budapest war J. anfangs als Musik- und Gesangslehrer tätig, um dann als Kapellmeister an diversen deutschen Bühnen zu wirken (Freiberg, Halle, Chemnitz, Magdeburg, Bad Kreuznach, Detmold, Berlin, Bremen, Breslau u. a.). 1903 änderte J. seinen Namen von Cohner in J. um. Drei Versuche, sich als Opernkomponist zu etablieren, schlugen fehl, hingegen wurde seine erste Operette (Die Försterchristel, UA 17.12.1907 in Wien) ein großer Erfolg. J. ließ sich in Wien nieder, doch konnten seine weiteren sieben Operetten (die meisten in Wien uraufgeführt) an die Popularität dieses Werkes nicht mehr anschließen. Auf der Rückreise von der UA der Csikosbaronesse starb J. in Breslau. J.s Operetten sind zwar noch der „Walzerseligkeit“ der Strauß-Nachfolge verpflichtet, doch finden sich auch magyarisierende Elemente. Am Erfolg von J.s Operetten war nicht unwesentlich J.s. Schwägerin, die Soubrette H. Niese, als Interpretin der Titelrollen beteiligt. J.s. Bruder Joseph (* 24.8.1866 [25.8.1865 lt. Czeike] Budapest, † 11.1.1932 Wien) hatte für drei UA.en das zu dieser Zeit eigentlich bereits dem Sprechtheater vorbehaltene Theater in der Josefstadt, dessen Direktor er war, zur Verfügung gestellt (Die Försterchristel, Das Musikantenmädel [UA 1910], Die Marine-Gustl [UA 1912]). J. J. leitete zudem das Lustspieltheater (Fürsttheater) im Wiener Prater.
Werke
3 Opern (Die schwarze Kaschka, Der Richter von Zalamea, Der zerbrochene Krug); 8 Operetten (Die Försterchristel, Der Goldfisch, Das Musikantenmädel, Die Marine-Gustl, Das Farmermädchen, Mein Annerl, Jungfer Sonnenschein, Die Csikosbaroness).
Literatur
MGG 6 (1957); ÖBL 3 (1965); ÖL 1995 [J. J.]; Lang 1986; Czeike 3 (1994) [J. J.]; SchlMl 2001; O. Wladika, Von J. Fürst bis J.J., Diss. Wien 1960.

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Jarno (eig. Cohner), Georg‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 22/10/2002]


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