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Josel, Josel, Rudolf: Brüder
Rudolf: * 1939 -01-2424.1.1939 Graz. Posaunist, Komponist, Pädagoge. Studierte Klavier, Cello und Posaune am Konservatorium des Landes Steiermark in Graz. Bereits 1957 als Posaunist Mitglied des Grazer Philharmonischen Orchesters. 1964 Engagement als erster Soloposaunist der Wiener Philharmoniker (bis 2000). Seit 1994 o. Univ.Prof. für Posaune an der MUniv. in Wien. Im klassischen Bereich hat er sich auch als Solist in zahlreichen Auftritten im In- und Ausland hohes Ansehen erworben und wirkt auch in Kammermusikensembles und einem Posaunenquartett mit. Er leitet Meisterkurse auf der ganzen Welt. R. J. setzt sich für zeitgenössische und selten gespielte Literatur seines Instrumentes ein und brachte zahlreiche eigens für ihn geschriebene Werke u. a. von Alfred Schnittke, R. Bischof, P. Fürst und F. Leitermeyer zur UA. Darüber hinaus ist J. auch ein anerkannter Jazz-Posaunist. Er gründete 1960 das J. Trio mit seinem Bruder M. J. am Schlagzeug und Anton Bärnthaler am Bass.
Ehrungen
1. Preise beim Internationalen Amateur-Jazz-Festival in Zürich 1961 und 1963 und beim Österr. Amateur-Jazz-Festival in Wien 1962 u. 1963 für das J. Trio.
Werke
Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie LP- und CD-Produktionen dokumentieren sein umfangreiches musikalisches Schaffen sowohl im klassischen Bereich als auch als Jazzmusiker. J. hat auch mehrere Lehrwerke und Etüden für Posaune geschrieben.


Manfred: * 24.4.1944 Leibnitz/St. Posaunist, Bandleader, Pädagoge. Studierte Klavier, Klarinette, Orchesterleitung und Schlagzeug am Konservatorium des Landes Steiermark und an der MAkad. in Graz. Diplom in der Studienrichtung Schlaginstrumente (1968) und Magisterium. 1960–64 Mitglied des Grazer Philharmonischen Orchesters, 1965 der Wiener Philharmoniker. Begann als Jazzmusiker als Mitglied des von seinem Bruder 1960 gegründeten J. Trios, das bis 1964 zusammen spielte. 1965 Lehrauftrag für Jazz-Schlagzeug am neu gegründeten Institut für Jazz an der MAkad. in Graz. 1985 Ernennung zum o. Hsch.Prof. (Univ.Prof.) für Jazz-Schlagzeug an dieser Univ. Neben seiner Lehrtätigkeit zahlreiche Konzerte im In- und Ausland mit bekannten Jazzmusikern.


Ehrungen
1. Preise beim Internationalen Amateur-Jazz-Festival in Zürich 1961 und 1963 und beim Internationalen Amateur-Jazz-Festival in Wien für das J. Trio 1962 u. 1963; 2. Preis für J. als Schlagzeuger beim Internationalen Wettbewerb für Modernen Jazz in Wien 1966.
Werke
Zahlreiche Rundfunk-, LP- und CD-Produktionen, die J. als Vertreter des Modern Mainstream ausweisen.
Literatur
Kraner/Schulz 1972; E. Kolleritsch, Jazz in Graz. Von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seiner akademischen Etablierung 1995.

Autor(en)
Elisabeth Kolleritsch
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Kolleritsch, Art. „Josel, Brüder‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/11/2002]